Frankreich will Online-Rabatte beim Buchversand verbieten [fr]

JPEG Der französische Senat hat am 8.1.2014 nach der Nationalversammlung in erster Lesung das Gesetz zur Buchpreisbindung von 1981 (loi Lang) mit einem Zusatz zum Internetversandhandel abgeändert. Demnach müssen die Versandhändler in Zukunft bei Büchern den vom Buchhandel festgelegten Ladenpreis verlangen, und zwar ohne die Gewährung von Rabatten. wie beim Ladenverkauf. Die gesetzlich erlaubte Rabattierung von 5% ist im französischen Buchhandel als Mittel der Kundenbindung z.B. über Leserkarten weit verbreitet. Der Onlinehandel hatte oft die vom Gesetz erlaubten Rabatte von 5% gewährt und dazu noch die Lieferung portofrei gestellt.

Zudem darf der Buchversand nicht mehr portofrei erfolgen. Allerdings darf der Versand bis zu einem Wert von 5% des Preises des gelieferten Buches rabattiert werden.

Rechenbeispiel: Ein Buch für 20 € kostet im Laden bei 5% Rabattierung 19 €. Im Versandhandel bei angenommenen Versandkosten z.B. von 3 € können diese um 5% des Buchpreises (1 €) reduziert werden. Das Buch kostet den Konsumenten dann online 22 €.

Der Antrag zur Gesetzesänderung wurde mit einer Wettbewerbsverzerrung durch den Onlinehandel gegenüber dem Buchhandel begründet, dessen Verkäufe kontinuierlich zurückgingen. Diese Erosion bedrohe zunehmend die flächendeckende Existenz von Buchläden, insbesondere auf dem Lande.

Der Gesetzgeber war schon 2011 tätig geworden und hatte zum Schutz des Buchhandels die Buchpreisbindung auf elektronische Bücher ausgeweitet und so einen einheitlichen Preis sichergestellt.

Letzte Änderung 10/01/2014

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