Frankreich will Strompreisanstieg mit höherer Energieeffizienz bremsen [fr]

JPEG Es muss nicht als unabwendbares Schicksal hingenommen werden, wenn die Strompreise in Frankreich steigen, so Umweltministerin Delphine Batho am 19. 2.2013 zu einer Studie der französische Energieregulierungsbehörde (CRE).

Diese hatte am 18. Februar bekanntgegeben, dass die Strompreise in den kommenden fünf Jahren um 30 % steigen werden, aber diese Zahl, die nur eine vorläufige Schätzung ist, berücksichtigt nicht den von der Regierung eingeschlagenen politischen Kurs, mit dem die Stromrechnungen der Haushalte gesenkt werden soll. Ziel dieser politischen Maßnahmen ist die Erhöhung der Energieeffizienz. Zu diesem Zweck sollen jährlich 500.000 Wohnungen saniert und so auf den neuesten Stand gebracht werden: eine höhere Energieeffizienz ermöglicht jährliche Energieeinsparungen zwischen 25 und 30 %. Überdies profitieren acht Millionen Franzosen, die mit Strom und Gas heizen, von der Ausweitung der Sozialtarife: Sie können dadurch jedes Jahr durchschnittlich etwa 200 Euro einsparen, und „das ist beachtlich“.

Seit dem 11. Januar 2012 gibt es in Frankreich Sozialtarife für Strom und Gas, die einkommensabhängig auf Antrag für den Hauptwohnsitz gewährt werden. Für den Anschluss und einen festgelegten Mindestbedarf wird ein reduzierter Tarif angeboten, wenn die Einkünfte des Haushaltes unter 10711 € für eine alleinstehende Person und 16067 € für einen 2-Personen-Haushalt liegen (1.1.2013).

Letzte Änderung 21/02/2013

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