Französische Firmen bei innovativem TGV-Konzept in Italien mit dabei

Ab dem 28. April 2012 bricht in Italien ein neues Zeitalter des Eisenbahnverkehrs an. Der Hochgeschwindigkeitszug Italo des privaten Betreibers Nuovo Transporto Viaggiatori (NTV) wird dann auf der Strecke von Neapel über Rom und Florenz bis nach Bologna und Mailand auch mit französischem Know-how an den Start gehen. Die in Frankreich und in Italien hergestellten supermodernen Züge im Ferraridesign kommen vom französischen Hersteller Alstom und die französische Bahngesellschaft SNCF, die mit 20 % an dem Unternehmen beteiligt ist, bringt ihre über 30-jährige Erfahrung als Pionier der Hochgeschwindigkeitszüge ein.

Der Italo soll in spätestens drei Jahren jährlich rund 9 Millionen Passagiere befördern. Eine erste Bilanz wird zu Beginn des Jahres 2013 gezogen, wenn die 25 Italo-Züge auf dem gesamten Schienennetz unterwegs sind.

Der Transport mit Hochgeschwindigkeitszügen ist in Europa gerade groß im Kommen. Die SNCF plant gegenwärtig die Ausarbeitung eines TGV low cost-Angebotes. Erst kürzlich hat die Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Bahn die neue Schnellstreckenverbindung „Rhein-Rhône“ zwischen Frankfurt/Main und Marseille in Betrieb genommen, wodurch sich die Reisezeiten zwischen Südwestdeutschland und Südfrankreich um 90 Minuten verkürzen. Dies ist der Zusammenarbeit des französischen Staates, der Europäischen Union, der Schweiz, der Regionen Burgund, Franche-Comté, Elsass und des französischen Schienenetzbetreibers Réseau Ferré de France zu verdanken. Für das Schengen-Europa und das Europa ohne Grenzen braucht es auch das Europa auf Schienen.

Letzte Änderung 24/04/2012

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