Französische Regierung will Exportoffensive fördern [fr]

JPEG Die Ministerin für den Außenhandel, Nicole Bricq, hat am 21. November 2012 im Ministerrat ein Maßnahmenpaket zur Gewinnung von Marktanteilen im Außenhandel durch französische Unternehmen vorgestellt. Hiermit nutzt die Regierung die durch den „nationalen Pakt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ neu geschaffenen Spielräume für Investitionen und Innovation, die die Unternehmen in die Lage versetzten sollen, mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können.

Frankreich fordert in diesem Zusammenhang die Anwendung des Grundsatzes der Gegenseitigkeit in der europäischen Außenhandelspolitik. Europa kann dies durch die Aktivierung der handelspolitischen Schutzinstrumente und in den Gesprächen über die Verabschiedung der Richtlinien für das Zustandekommen eines Wirtschaftspartnerschaftsabkommens mit Japan unter Beweis stellen.

Die Reform der Exportfinanzierung wurde mit dem Ziel in Angriff genommen, die staatliche Unterstützung Frankreichs an die der konkurrierenden Länder anzugleichen. Ein erstes Maßnahmenpaket wurde in den Nachtragshaushalt 2012 aufgenommen. Es soll Anfang 2013 vervollständigt werden.

Die Belebung der Exporte erfordert auch, dass die Fähigkeit der KMU sowie der großen mittleren Unternehmen, internationale Märkte zu erobern, gesteigert wird. Sie werden zu diesem Zweck angemessene finanzielle Mittel erhalten, die ihnen im Rahmen der öffentlichen Investitionsbank BPI bereitgestellt werden. 1 000 solcher Unternehmen werden dabei maßgeschneidert und langfristig beraten und es werden vermehrt internationale Volontäre in Unternehmen eingesetzt. Weiterhin soll die Zusammenarbeit zwischen Großunternehmen und KMU sowie großen mittleren Unternehmen gefördert werden.

Schließlich wird die Ausrichtung der Angebotsstruktur französischer Unternehmen auf die weltweite Nachfrage gefördert, indem bestimmte Gruppen von Produkten und Dienstleistungen gezielt ausgebaut werden. Dies betrifft insbesondere den Nahrungsmittelsektor, das Gesundheitswesen, die nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität und die digitale Entwicklung. Zur Unterstützung dieser Produktgruppen werden alle möglichen Instrumente, die Frankreich zur Förderung seiner Exportwirtschaft zur Verfügung stehen, eingesetzt.

Die weltweite Nachfrage wird weiter steigen und dabei immer mehr auf die Steigerung der Lebensqualität ausgerichtet sein. Mit der stärkeren öffentlichen Unterstützung haben die französischen Unternehmen, zusammen gute Karten in der Hand, um diese Nachfrage zu befriedigen.

Letzte Änderung 27/11/2012

Seitenanfang