Französische Sozialversicherung baut 2015 Haushaltsdefizit weiter ab [fr]

Mit dem am 1. Dezember 2014 von der Nationalversammlung verabschiedeten Gesetz zur Finanzierung der Sozialversicherung (PLFSS) 2015 geht Frankreich einen weiteren Schritt auf dem Weg der vor zwei Jahren begonnenen Politik des Defizitabbaus im System der sozialen Sicherung. In den folgenden Jahren will die Regierung die Politik des Defizitabbaus fortsetzen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und so das System dauerhaft zu stabilisieren.

In Frankreich wird der Haushalt der Sozialversicherung (Sécurité sociale), der die Sparten Familie, Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitsunfälle umfasst, jedes Jahr vom Parlament neu beschlossen.

Die Ausgaben werden 2015 bei 348,6 Mrd. Euro (2014: 344,3 Mrd. Euro) liegen, was einer Steigerung von 1,3 % entspricht.

Seit 2011, als das Defizit der Sozialversicherung noch über 20 Milliarden Euro betrug, konnte es durch verschiedene Maßnahmen. zurückgeführt werden. So sank das Defizit schon 2012 um 3,4 Milliarden Euro (auf 17,5 Milliarden) und 2013 um 2,1 Milliarden Euro (auf 15,4 Milliarden Euro). Aufgrund der von einem schwachem Wachstum und einer geringen Inflation geprägten Wirtschaftskonjunktur ließ diese Dynamik 2014 nach. Das Defizit sank lediglich um 800 Millionen Euro. Dies lag laut der Ministerin für Gesundheit und Soziales, Marisol Touraine vor allem an den geringeren, aus einer schwachen Wirtschaftslage resultierenden Einnahmen in Höhe von 4 Mrd. Euro.

2015 soll das Defizit der Sozialversicherung laut Haushaltsplan auf 13,4 Milliarden Euro reduziert werden.

Die Einsparungen werden durch ein Bündel von Maßnahmen besonders in den Bereichen Familie, Krankenhaus und Medikamente erreicht. Hierzu gehört insbesondere eine einkommensabhängige Staffelung der Familienleistungen mit Einsparungen von 700 Mio. Euro, die 2015 in Kraft tritt.

-  Haushaltspläne der Sécurité sociale 2015

Letzte Änderung 03/02/2015

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