Französische Zeitungsverleger einigen sich mit Google [fr]

JPEG Der monatelange Streit über Nutzungsrechte zwischen dem Suchmaschinengiganten Google und der französischen Presse ist dank einer direkten Vermittlung zwischen Staatspräsident François Hollande und Google-Chef Eric Schmidt beigelegt worden.

Die französischen Zeitungsverleger und Google unterzeichneten am 1. Februar 2013 in Paris eine Vereinbarung über die Nutzung journalistischer Inhalte durch den Suchmaschinenbetreiber.
Demnach zahlt Google 60 Mio. € in einen Medienfonds ein, der den französischen Printmedien sowie Internetmedien zugute kommt, und sie bei der Weiterentwicklung ihrer Internetaktivitäten unterstützen soll. Zudem erhalten sie einen Zugang zu den Werbeplattformen von Google, womit sie ihre Werbeeinnahmen erhöhen können. Im Gegenzug verzichten die Verlagsunternehmen auf die Bezahlung ihrer Inhalte, auf den die Nutzer über die Suchmaschine Zugriff haben und mit denen Google bedeutende Werbeeinnahmen erzielt.

Bisher hatten sie auf einer Ausweitung des Urheberrechts auf indexierte Artikel bestanden, in dessen Folge Google jeden einzelnen Artikel hätte bezahlen müssen. Das Unternehmen hatte im Gegenzug gedroht, die Medien gänzlich aus der Suchmaschine zu verbannen.
Staatspräsident Hollande unterstrich die Bedeutung dieser weltweit ersten Vereinbarung, ebenso wie die Notwendigkeit, Allianzen zwischen Inhaltsproduzenten und den Vertreibern von Inhalten zu schließen. Ohne diese Einigung hätte Frankreich ein Gesetz zu Lasten von Suchmaschinenbetreibern verabschiedet, auf das nun verzichtet werden könne, so der Staatspräsident.

Letzte Änderung 04/02/2013

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