Futur-en-Seine: Die Zukunft der digitalen Welt in Paris [fr]

JPEG In Paris findet die 4. Auflage eines Festivals der besonderen Art statt: Futur-en-Seine. Die Veranstaltung zur digitalen Welt hat sich mit der Zeit zu einem Schaufenster von Objekten und Dienstleistungen der Zukunft entwickelt.

Vom 13. bis zum 23. Juni geben sich Designer, Industrielle, Start-up-Unternehmen und Fachleute aus aller Welt für einen Austausch zu den Innovationen in der Digitalen Welt Stelldichein in der französischen Hauptstadt. Erwartet werden 125 Aussteller, davon ein gutes Dutzend aus dem Ausland (Israel, Finnland, Schweden, Palästina, Russland, Italien).

Stéphane Distinguin, der Präsident von Cap Digital, dem Wettbewerbscluster der Branche für digitale Inhalte und Dienstleistungen, fasst es gut zusammen: „ Futur-en-Seine ist ein Schaufenster der digitalen Innovation, und spielt eine vermittelnde Rolle für Begegnungen und Geschäftsabschlüsse. Auf Betreiben des Wettbewerbscluster hin fand in 2009 die erste Auflage von Futur-en-Seine statt. Cap Digital zählt unter seinem Dach mehr als 620 Unternehmen, darunter knapp 20 wichtige Industriekonzerne. Zu seinen Mitgliedern gehören ebenfalls annähernd 50 öffentliche Forschungsinstitute und Hochschuleinrichtungen. Ziel des Wettbewerbsclusters: auf industrieller und strategischer Ebene zu einer weltweiten Referenz des Digitalen Sektors zu werden.

Die diesjährige Veranstaltung, die unter dem Vorzeichen der Unternehmenswelt steht, nimmt mit einer viertägigen Auftaktveranstaltung im Village des innovations (das Dorf der Innovationen) im Kulturzentrum Centquatre in Paris ihren Anfang. In diesem der Kreation vorbehaltenen Ausstellungsraum werden Roboter, Prototypen ausgestellt und Workshops für die Konzeption futuristischer Projekte organisiert. Gelegenheit, insbesondere das Projekt TerraDynamica näher zu betrachten, das im Rahmen eines von Cap Digital und ADvancity, einem Kompetenzcluster für urbane Problematiken, entwickelten Programms entstand. Dieses Projekt hat zum Ziel, die Aktivitäten einer Stadt, ihrer Einwohner, der Fahrzeuge und des Verkehrs zu beobachten, dann die dabei gesammelten Daten auszuwerten, zu modellieren und publik zu machen.

Dem französischen Ministerium für Industrie zufolge belief sich der Digitale Markt in Frankreich im Jahre 2011 auf annähernd 72 Milliarden Euro, was einem Anteil von 3,7% am BIP entspricht. Im Jahre 2015 dürfte der Sektor etwa in Höhe von 5,5% zum BIP beitragen. Das Digitale breitet sich in allen Bereichen aus. Besonders gut kann man dies am Sektor der Gesundheit sehen, der für die französische Regierung neben den Bereichen Erziehung, Tourismus oder auch Telekommunikation und Medien eine vorrangige Entwicklungsschiene bildet. Die politischen Verantwortlichen, die sich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problembereiche voll bewusst sind, empfehlen in diesem Bereich insbesondere die Förderung von Aus- und Weiterbildung.

2015: 864 000 Arbeitsplätze in Europa

Den Empfehlungen der Regierung folgend und in Reaktion auf die Besorgnisse der europäischen Politiker hat sich Cap Digital insbesondere im Bereich der Beschäftigung äußerst ehrgeizige Ziele gesetzt. Anfang des Jahres hatte die Europäische Union die öffentlichen und privaten Akteure der wirtschaftlichen Entwicklung des europäischen Raumes aufgefordert, bis zum Jahre 2015 auf die Schaffung von 864.000 Arbeitsplätzen auf dem Gebiet der Neuen Technologien hinzuarbeiten. Mit Blick auf diesen Appel bietet das Village des innovations im Centquatre für Kinder Einführungen in die digitalen Technologien und Anwendungen.

In diesem Sinne sind zu diesen Themenkomplexen im Großraum Paris annähernd hundert entsprechende Veranstaltungen geplant. Auf dem Programm stehen sämtliche Themen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Forschung & Entwicklung, dem Wachstum von Unternehmen oder der Förderung von Exportmärkten.

2012 verzeichnete Futur-en-Seine 10 000 Besucher im Centquatre und nach Ende der Operation waren es 90 000 Personen. Die Veranstalter hoffen, dass in diesem Jahr, angezogen von dem Renommée des Events noch mehr Interessierte kommen werden.

Barbara Leblanc

- Das Programm

Letzte Änderung 13/06/2013

Seitenanfang