G8-Treffen: Ein großer Schritt nach vorne beim Kampf gegen Steuerhinterziehung [fr]

(c) Elysée - JPEG Staatspräsident François Hollande wertete die Ergebnisse des G8-Treffens am 17. und 18. Juni in Lough Erne(Nordirland) als einen großen Schritt nach vorn im Kampf gegen Steuerhinterziehung und als eine abschreckende Botschaft an die Steuerflüchtlinge.

Die G8-Länder verständigten sich bei ihrem Treffen auf einen automatischen Datenaustausch, um die „Plage der Steuerflucht“ zu bekämpfen. François Hollande unterstrich dabei bei einer Pressekonferenz am 18. Juni, dass man gerne noch einen Schritt weiter gegangen wäre „ besonders in Bezug auf die multinationalen Konzerne, eine detaillierte (länderbezogene) Offenlegung von Umsätzen und Gewinnen“. Er bewerte diesen Fortschritt aber „ als das, was er ist: wichtig, nützlich und möglicherweise ausbaubar (…).“
Dieses Zeichen sei erwartet worden, “ denn die einfachste Methode, um unsere Staatsfinanzen zu konsolidieren, besteht darin, diejenigen Steuern zahlen zu lassen, die sich ihren Steuerpflichten entziehen" (…), so Hollande. Der automatische Datenaustausch sei hierfür ein wirkungsvolles Instrument.

Syrien

In Bezug auf Syrien setzen sich die G8-Länder weiter für eine politische Lösung ein und unterstützen die Entscheidung, „so bald wie möglich die Genfer Konferenz über Syrien abzuhalten“. Staatspräsident Hollande unterstrich, dass sich die Anstrengungen nun darauf konzentrieren, das syrische Regime zur Zusage zu dieser Konferenz zu bewegen. Noch einmal betonte François Hollande, dass es mit Baschar Al-Assad keine Zukunft für Syrien gäbe.

Die Mitglieder der G8 sind „sehr besorgt über die wachsende Bedrohung durch den Terrorismus und Extremismus in Syrien“ und haben die syrische Regierung und Opposition dazu aufgerufen, sich gemeinsam im Rahmen der Genfer Konferenz dafür stark zu machen, „alle Organisationen und Personen, die mit Al-Quaida in Verbindung stehen, zu zerschlagen und aus Syrien zu vertreiben“. Der Staatspräsident unterstrich, dass die nationale syrische Koalition weiterhin Unterstützung erhalten würde: humanitäre, materielle und politische Unterstützung. Die G8-Länder verurteilten die Nutzung chemischer Waffen in Syrien und riefen alle Konfliktparteien dazu auf, den UN-Ermittlern Zugang zu gewähren, damit eine objektive Untersuchung zum Einsatz chemischer Waffen durchgeführt werden kann. Die möglichen Verantwortlichen müssten für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.

- Staatspräsident Hollande zum G8-Gipfel: Impulse für nachhaltiges Wachstum setzen

Letzte Änderung 19/06/2013

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