Gedenken an den Waffenstillstand vom 11. November 1918 [fr]

Mit über 2000 Projekten, die in Frankreich und im Ausland das offizielle 100 Jahre Erster Weltkrieg-Label erhalten haben, ist 2018 - neben 2014 - das Jahr mit der stärksten Mobilisierung seit dem Start der Feierlichkeiten zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren. Der Gedenkakt zum Waffenstillstand vom 11. November 1918 bildete den Höhepunkt dieses Engagements.

Zu diesem Anlass versammelten sich über 120 ausländische Würdenträger in Paris - nicht nur um an den Krieg und sein Ende zu erinnern, sondern auch um die Lehren, die wir aus dem Jahr 1918 und dem letzten Jahrhundert ziehen können, bei der Gestaltung unserer heutigen Welt zu berücksichtigen. Auch die deutsch-französische Aussöhnung stand im Mittelpunkt der Gedenkfeierlichkeiten.


4. bis 9. November: Rundreise des Staatspräsidenten, eingeleitet durch eine deutsch-französische Zusammenkunft in Straßburg

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron begab sich für sechs Tage auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs in den Regionen Grand Est und Hauts de France. Den Auftakt seiner Rundreise bildete eine deutsch-französische Zusammenkunft am Sonntag, den 4. November mit einem Konzert im Straßburger Münster, dem auch der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beiwohnte. Dadurch wurde gleich zu Beginn ein deutliches Zeichen gesetzt.

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Letztes Jahr, am 10. November 2017, hatten sich der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier bereits gemeinsam ins Elsass begeben, um auf dem Hartmannswillerkopf die erste deutsch-französische Gedenkstätte einzuweihen.


10. November: deutsch-französische Gedenkzeremonie an der Lichtung des Waffenstillstands bei Compiègne

Am 10. November 2018 hielten Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Gedenkzeremonie an der Lichtung des Waffenstillstands nahe der nordfranzösischen Stadt Compiègne ab. Diese Veranstaltung soltel in aller Einfachheit ein Moment der Andacht und Würdigung sein.


11. November: Zusammenkunft von über 120 ausländischen Würdenträgern in Paris

Am 11. November 2009 nahm die deutsche Kanzlerin zum ersten Mal an den Gedenkfeierlichkeiten zum Waffenstillstand von 1918 teil. Nie zuvor hatte ein deutscher Bundeskanzler an dieser Zeremonie teilgenommen. An jenem Tag gingen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy einen weiteren symbolischen Schritt in der deutsch-französischen Aussöhnung.

Auch dieses Jahr war Angela Merkel anwesend sein, genau wie über 120 ausländische Würdenträger, Vertreter der europäischen Institutionen, der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, um sich am Triumphbogen zu versammeln.

Anschließend versammelten sie sich in der Grande Halle de la Villette zur Eröffnung der ersten Sitzung des Pariser Friedensforums. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen in unserer heutigen Welt soll das Forum zu einem jährlichen Treffen werden, bei dem Projekte, Ideen und Initiativen zusammengetragen werden, die wirksam zu einer besseren internationalen Zusammenarbeit angesichts der großen globalen Herausforderungen, zu einer gerechteren und faireren Globalisierung, einem effizienteren multilateralen System und zu stärkerer Legitimität beitragen.

Um 15:30 Uhr eröffneten Emmanuel Macron, Angela Merkel und Antonio Guterres das Friedensforum.

Weitere Informationen unter: https://parispeaceforum.org/fr/programme/
Das Programm der Gedenkfeierlichkeiten im Jahr 2018: http://www.centenaire.org/de


18. November: Berlin-Besuch von Staatspräsident Emmanuel Macron

Emmanuel Macron reist anlässlich des Volkstrauertags nach Berlin. An diesem bundesweiten Gedenkdank wird zu Versöhnung, Völkerverständigung und Frieden aufgerufen und gleichzeitig der Kriegstoten gedacht. Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird der französische Staatspräsident an der Gedenkveranstaltung im Bundestag teilnehmen und dort eine Rede halten.


14. bis 18. November: „Youth for Peace“ - Berlin

500 junge Menschen kommen zur internationalen Jugendbegegnung „Youth for Peace – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden“ in Berlin zusammen. Gemeinsam werden sie konkrete Ideen für die Schaffung, Sicherung und Festigung des Friedens erarbeiten und so versuchen, den Weg für eine europäische und transnationale Erinnerungskultur zu ebnen. Am Ende dieser dreitätigen Veranstaltung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit hochrangigen Politikern über ihre Vorschläge diskutieren.
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100 Jahre Ende Erster Weltkrieg: Veranstaltungen während des gesamten Jahres 2018

2018 zeichnete die „Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale“ in 27 Ländern über 40 Projekte mit internationaler Tragweite mit dem 100 Jahre Erster Weltkrieg-Label aus. So wurde die Aussöhnung der einst verfeindeten Völker mit einem umfangreichen Programm, darunter viele kulturelle Projekte, gewürdigt. Dazu gehört beispielsweise die Gründung des deutsch-französischen Jugendorchesters, um an die Soldaten unserer beider Länder zu erinnern.

Oder auch die zukunftsorientierte Veranstaltungsreihe „100x100 Jahre“ des Institut français Deutschland mit 100 Veranstaltungen und 100 Partnerschaften in den drei Schwerpunktbereichen Jugend (insbesondere mit „Youth for Peace“), Ideen und kreatives Schaffen.
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Letzte Änderung 15/11/2018

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