Haushaltsdefizit 2012 mit 4,8% leicht erhöht [fr]

JPEG Nach den vorläufigen Zahlen des nationalen Amtes für Statistik INSEE belief sich das Haushaltsdefizit Frankreichs 2012 auf 4,8 % des Bruttoinlandproduktes und lag damit um 0,3 % höher als bisher angenommen. Die Gesamtverschuldung lag bei 90,2 % des BIP. 2011 hatte das Haushaltsdefizit noch bei 5,3 % gelegen.

In einer gemeinsamen Erklärung vom 2. April 2013 geben Wirtschafts- und Finanzminister Pierre Moscovici und Haushaltsminister Bernard Cazeneuve hierfür folgende Gründe an:

- das erhöhte Defizit 2011, das aufgrund haushaltstechnischer Effekte auch im vergangenen Jahr zu einem erhöhten Defizit führte,
- außerordentliche Ereignisse wie die notwendige Rekapitalisierung der Dexia-Bank und der EU-Nachtragshaushalt zum Ende des Jahres,
- die Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds in Frankreich und Europa. Die Wachstumsschwäche (Stagnation statt der vorhergesagten 0,3 %) wirkte sich so direkt auf die Steuereinnahmen und die Einnahmen der Sozialversicherungen aus.

Strukturelles Defizit

Frankreich ist bei der Reduzierung des strukturellen Defizits auf gutem Wege. Es lag 2012 wie vorgesehen nur noch bei 1,2 % des Bruttoinlandsprodukts.

Diese Entwicklung ist einerseits auf die unter den Ansätzen liegende Entwicklung der Ausgaben im Gesundheitsbereich zurückzuführen und andererseits auf einen nur geringfügigen Ausgabenanstieg der öffentlichen Hand. Letzterer betrug nach einem Anstieg von im Schnitt 1,7 % in den letzten fünf Jahren nur noch 0,7 %.

Die Minister unterstrichen bei dieser Gelegenheit den festen Willen der Regierung, das strukturelle Defizit im Rahmen der europäischen Verpflichtungen weiter zu reduzieren.

Kennzahlen des Haushalts in % des BIP 2009 2010 2011 2012
Haushaltsdefizit - 7,5 - 7,1 - 5,3 - 4,8
Gesamtverschuldung 79,2 82,4 85,8 90,2
Einnahmen 49,2 49,5 50,6 51,7
Ausgaben 56,8 56,6 55,9 56,6
Sozialabgaben 42,1 42,5 43,7 44,9

Quelle : Insee, DGFiP, DGTrésor

Letzte Änderung 04/04/2013

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