Helden der Résistance werden ins Panthéon überführt [fr]

GIF Staatspräsident François Hollande hat am 21. Februar angekündigt, die sterblichen Überreste von vier herausragenden Persönlichkeiten der französischen Résistance ins Panthéon, der Ruhestätte großer Naionalhelden, überführen zu lassen. Jeder der vier Widerstandskämpfer Germaine Tillion, Geneviève de Gaulle-Anthonioz, Pierre Brossolette und Jean Zay verkörpert einen Wert der Republik.

Die Überführung der sterblichen Überreste von Germaine Tillion und Geneviève de Gaulle-Anthonioz erinnert an die Verdienste aller Frauen, die sich an der Widerstandsbewegung beteiligt hatten. Die Ethnologin Germaine Tillion, die 2008 im Alter von 100 Jahren verstorben ist, überlebte die Deportation ins Konzentrationslager Ravensbrück und war nach dem Krieg eine der Ersten, die sich für die Emanzipation des algerischen Volkes einsetzte. Ihre Freundin Geneviève de Gaulle-Anthonioz, die Nichte des späteren Staatschefs Charles de Gaulle, überlebte wie Tillion die Deportation nach Ravensbrück, schuf nach dem Krieg die bekannte Sozialorganisation Agir Tous pour la Dignité Quart Monde (ADT) und kämpfte ihr Leben lang gegen totalitäre Systeme.
Als Journalist und Widerstandskämpfer steht Pierre Brossolette für die Freiheit. Er war Presse- und Propagandachef der Confrérie Notre-Dame, eines Nachrichtendienstes der französischen Widerstandsstreitkräfte France libre, sowie Mitbegründer der Widerstandsgruppen Libération-Nord und Organisation Civile et Militaire.

Jean Zay war vor dem Krieg Bildungsminister des Front populaire – einem Zusammenschluss der linken Parteien – gewesen und wurde von 1944 ermordet. Er steht für die „Schule der Republik“.
Die Würdigung der vier Widerstandskämpfer und die Überführung ihrer sterblichen Überreste ins Panthéon soll am 27. Mai 2015 am „Nationalen Tag der Résistance“ stattfinden. Sie ist Ausdruck des Widerstandsgeistes, dem der Staatspräsident große Bedeutung beimisst.

Letzte Änderung 27/02/2014

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