Herabstufung der Bonität Frankreichs durch Standard & Poor’s

Herabstufung der Bonität Frankreichs durch Standard & Poor’s
Erklärung der Regierungssprecherin
Najat Vallaud-Belkacem

Die langfristige Bonität Frankreichs wurde von der Ratingagentur Standard & Poor’s von „AA+“ mit negativem Ausblick auf „AA“ mit stabilem Ausblick herabgestuft. Die französische Regierung hat dies zur Kenntnis genommen und die Kreditqualität Frankreichs noch einmal bekräftigt.

Diese sehr gute Note „ist nach wie vor eine der besten weltweit“, sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault am 8. November 2013.

- Sie ist Ausdruck der Stärken Frankreichs, insbesondere seiner demografischen Aussichten, seiner guten Infrastrukturen, des hohen Bildungsniveaus, des hohen Stands der privaten Spareinlagen und seines Status als Referenzemittent innerhalb der Eurozone.
- Der stabile Ausblick steht laut Standard & Poor’s für den Willen der Regierung, die Staatsschulden einzudämmen.
- In diesem Sinne „vertraut die Regierung voll und ganz darauf, dass die Investoren weiterhin davon ausgehen, das Frankreich nach wie vor eine der besten Noten der Welt hat, der Ausblick stabil ist und man und dem Land vertrauen muss und kann“, erklärte Finanzminister Pierre Moscovici am 8. November 2013.

Die französische Regierung bedauert die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor’s ebenso wie ihre kritischen und ungenauen Einschätzungen:

In den letzten 18 Monaten hat die Regierung weitreichende Reformen eingeleitet, um die Wirtschaft des Landes, die Haushaltslage und seine Wettbewerbsfähigkeit zu beleben. Nie zuvor hat eine Regierung so viele Reformen in so kurzer Zeit und in einer derart schwierigen Konjunkturlage durchgeführt:

oder Pakt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung,
odas Gesetz zur Sicherung der Arbeitsplätze,
odie eingeleitete Modernisierung der öffentlichen Verwaltung,
odie Reform der Rentensysteme,
odie Gründung der öffentlichen Investitionsbank BPI,
odie Bankenreform.

Die französischen Schulden zählen innerhalb der Eurozone zu denen mit der höchsten Sicherheit und Liquidität. Frankreich kann zu historisch niedrigen Zinsen Geld leihen - ein Beweis für das beständige Vertrauen der Investoren. Dieses Vertrauen bestärkt wiederum die Regierung in der Überzeugung, dass die im Interesse des Landes verfolgte Strategie die glaubwürdigste ist.

Die Regierung ist fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg hin zum weiteren Abbau der Staatsschulden, zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung von Beschäftigung und Arbeitsplätzen weiterzugehen.

Finanzminister Pierre Moscovici sieht außerdem in der Senkung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank von 0,50 % auf 0,25 % eine „willkommene Unterstützung für den derzeitigen Aufschwung in der Eurozone und die Eindämmung des Deflationsrisikos“.

Letzte Änderung 08/11/2013

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