Holocaust-Aufarbeitung im globalen Kontext: Expertentreffen in Paris [fr]

Am 27. April trafen sich in Paris 30 internationale Experten zu einem von der UNESCO organisierten Treffen rund um die Thematik der Holocaust-Aufarbeitung in Zeiten der Globalisierung. 70 Jahre nach den Ereignissen ging es vor allem um die Frage, wie und warum der Genozid an den Juden zu einer allgemeinen Referenz für die gesamte Menschheit geworden ist und welche Herausforderungen sich daraus für die heutige Aufklärungsarbeit ergeben.

Die Diskussion sollte vor allem auf die Rolle der „Globalisierung“ eingehen, die nicht nur unsere Wirtschaft, unsere Wissenschaften und Wissensbestände durchdringt, sondern auch Einfluss auf unsere Bildungspolitik hat. Vor diesem Hintergrund ging es darum, die Holocaust-Aufklärung in den verschiedenen nationalen Kontexten zu betrachten und zu analysieren, welchen Platz sie im jeweiligen nationalen Gedächtnis einnimmt.

Die Experten aus verschiedenen Ländern (darunter Frankreich, Deutschland, Österreich, Kanada, Côte d’Ivoire, Israel, Ruanda, Spanien, Südafrika, Großbritannien und die USA) stützten sich auf ihre eigenen Unterrichtserfahrungen, um sich gemeinsam mit verschiedenen Formen der Aufbereitung dieses sensiblen Themas im Bildungskontext auseinanderzusetzen.

Das Treffen fand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Dokumentationszentrum Topographie des Terrors statt und verwies auch hier auf die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Prozess der Aufarbeitung der Geschichte.

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Letzte Änderung 02/05/2012

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