Staatsbürgerliches Engagement in Frankreich im Aufwind [fr]

JPEG Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts IFOP ist die Zahl der engagierten Bürgerinnen und Bürger in Frankreich zwischen 2010 und 2013 um 14 % gestiegen. Entgegen aller pessimistischen Visionen zeigen diese Zahlen, dass die Franzosen weit solidarischer und großherziger sind und nicht nur auf sich selbst gucken. 40 % der Franzosen sind in ihrer Freizeit in Vereinen (12,5 Millionen), in Gewerkschaften, politischen oder religiösen Vereinigungen (4,2 Millionen) oder direkt in ihrem sozialen Umfeld tätig (9,7 Millionen). Besonders die 15-35-Jährigen engagieren sich zunehmend – eine Steigerung von 32 % (gegen 10 % bei den 35-65-Jährigen). Diese Zahlen bestätigen die Richtigkeit der Bemühungen der Regierung zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in der Gesellschaft.

Die Interministerielle Arbeitsgruppe „Jugend“ hat dahingehend gezielte Maßnahmen eingeleitet, um die jungen Menschen zu mehr Partizipation in politischen Vereinigungen, Vereinen und Gewerkschaften zu bewegen. Ein Arbeitsstab im Ministerium für Sport, Jugend, Volksbildung und Vereinswesen wurde eingerichtet, um die Gründung von Jugendvereinigungen zu unterstützen. Ministerin Valérie Fourneyron sagte dazu: „Die Ergebnisse der Studie räumen mit den Vorurteilen gegenüber der Jugend auf. Es wird ihr nachgesagt, sie sei passiv, entmutigt und egoistisch. Doch wir sehen, dass sie in Wirklichkeit ganz anders ist: großherzig, engagiert und zuversichtlich, dass sie durch ihre Vereinsaktivitäten dazu beitragen kann, dass sich die Gesellschaft in die Richtung entwickelt, die sie sich wünscht.“

Letzte Änderung 16/03/2015

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