Immigration: Neue Bedingungen für die Familienzusammenführung

Die französische Nationalversammlung hat am 19. September 2007 in erster Lesung das Gesetz zur Begrenzung der Einwanderung, zur Integration und zum Asyl verabschiedet.

Das Gesetz modifiziert die Bedingungen der Familienzusammenführung und ergänzt die Gesetze zu Einwanderung und Immigration vom 26. November 2003 und vom 24. Juli 2006.

Die Familienzusammenführung von in Frankreich lebenden Einwanderern mit Aufenthaltsstatus wird zukünftig an verschiedene Bedingungen geknüpft:

- die Kandidaten für eine Familienzusammenführung im Alter von 16 bis 65 Jahren müssen sich in ihrem Heimatland einer Evaluierung ihrer Französischkenntnisse und der Grundwerte der Republik unterziehen (Artikel 1). Im Bedarfsfall wird eine zweimonatige Schulung mit anschließend erneuter Überprüfung der Kenntnisse organisiert (Artikel 4).

- Die Aufenthaltsgenehmigung bei einer Familienzusammenführung ist an ein ausreichendes Einkommen des Aufnehmenden im Verhältnis zur Größe der Familie gekoppelt (Artikel 2).

- Die Eltern unterzeichnen bei einer Familienzusammenführung mit Kindern einen so genannten Integrationsvertrag (contrat d’accueil et d’intégration pour la famille - CAI), der sich an den schon für Einzelpersonen existierenden Integrationsvertrag anlehnt (Artikel 3).

 

ADN-Test nur auf freiwilliger Basis
Das Gesetz erlaubt zur Erprobung bis zum 31. Dezember 2010 den Rückgriff auf ADN-Tests bei Kandidaten der Familienzusammenführung zur Überprüfung der Familienzugehörigkeit. Dies geschieht allerdings nur auf freiwilliger Basis. Die Kosten für den Test werden bei Ausstellung eines Visums ersetzt (Artikel 5).

 

Den vollständigen Gesetzestext lesen:

Loi à à la maîtrise de l’immigration,à l’intégration et à l’asile, AN, Premier lecture, adopté le 19 septembre 2007

Letzte Änderung 21/09/2007

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