Institut français: Die auswärtige französische Kulturpolitik in neuem Gewand [fr]

JPEG Die auswärtige Kulturpolitik Frankreichs hat seit Anfang des Jahres 2011 mit der Schaffung des Institut français eine neue und einheitliche Organisationsform. Als eine Agentur des Außenministeriums ist der neue Träger die Nachfolgeorganisation des Vereins CulturesFrance, der selbst 2006 aus der seit 1922 bestehenden AFAA (Association Française d’Action Artistique) und der ADPF (Association pour la diffusion de la pensée française) hervorgegangen war.

Das mit Gesetz vom 27. Juli 2010 geschaffene Institut Français hat den Status eines Wirtschaftsbetriebs öffentlichen Rechts und vereinigt unter einem Dach die internationalen kulturellen Aktivitäten Frankreichs. Die Agentur steht im Dienste des französischen Kulturnetzwerks im Ausland, das aus etwa 160 Instituts français und 600 Alliances françaises besteht. Zu ihren Aufgaben gehört die Vertiefung des internationalen Kulturaustauschs sowie die Förderung des zeitgenössischen Schaffens, der französischen Sprache, von Ideen und Know-how und die Zusammenarbeit Frankreichs mit den Entwicklungsländern. Zudem soll das Institut français auch ausländische kulturelle Aktivitäten in Frankreich fördern, etwa durch die Organisation von Veranstaltungsreihen und Festivals.

Die neue Struktur geht aus einer umfassenden Reform der auswärtigen Kulturpolitik hervor, die jetzt über ein einheitliches Markenzeichen verfügt. Gegenstand dieser Reform ist außerdem die Verschmelzung der französischen Kulturzentren im Ausland mit den Kulturabteilungen der Botschaften zu gleichnamigen Instituts français.

Die Dachorganisation des Institut français wird vom ehemaligen Bildungsminister Xavier Darcos geleitet und verfügt über mehr Personal und Mittel, um der französischen Kulturdiplomatie eine neue Dynamik zu verleihen.

- Weitere Informationen über die Struktur und Aufgaben des Institut francais

Letzte Änderung 26/04/2012

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