Jugendförderung in Europa: Besuch von Clément Beaune im Department Seine-et-Marne (7. August 2020) [fr]

Der Staatssekretär für europäische Angelegenheiten Clément Beaune besuchte am 7. August 2020 das Department Seine-et-Marne, um dort mit jungen Menschen über das Thema Europa zu sprechen.

Bei seinen Gesprächspartnern handelte es sich um Jugendliche aus Deutschland und Frankreich, die gerade an einem Tandem-Sprachkurs des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) teilnahmen. Neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse tragen diese Auslandsaufenthalte außerdem mittels zahlreicher Aktivitäten dazu bei, das interkulturelle Lernen voranzutreiben.

Die jungen Menschen von heute sind die europäischen Bürgerinnen und Bürger von morgen.

Die jungen Menschen sind die künftigen Akteure des europäischen Aufbauwerks. Es ist demnach unerlässlich, den Austausch zwischen jungen Europäerinnen und Europäern zu fördern und ihre Kenntnisse auszubauen, damit sie Europa, die europäischen Werte und die Akteure der europäischen Einigung besser verstehen und über die Zukunft Europas nachdenken können.

Außerdem ist es wichtig, sie über die Angebote und Programme zu informieren, die ihnen für Studienaufenthalte, Praktika oder Berufserfahrungen in Europa und der ganzen Welt zur Verfügung stehen.

Europäische Angebote zur Förderung der Mobilität von jungen Menschen

Diese europäischen Programme stimmen mit den französischen Prioritäten überein, und insbesondere mit dem vom Staatspräsidenten in seiner Rede an der Sorbonne aufgeführten Ziel, die Mobilität von jungen Menschen voranzutreiben. Bis 2024 soll die Hälfte einer Altergruppe vor dem 25. Lebensjahr mindestens sechs Monate ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in einem anderen europäischen Land verbracht haben.

1. Förderung der Jugendbeschäftigung und -ausbildung durch die europäische Jugendgarantie

Die 2014 ins Leben gerufene europäische Jugendgarantie ist eine Initiative zur Förderung der Beschäftigung und Ausbildung von jungen Menschen, die weder arbeiten noch eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren („NEET“). Ihr Ziel ist es, dass diese jungen Menschen ein hochwertiges Angebot (für eine Beschäftigung, eine Weiterbildungsmaßnahme, eine Lehrstelle/einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum) erhalten.

2. Förderung der Mobilität von jungen Menschen durch das Programm Erasmus+

Das Programm Erasmus+ ermöglicht die Finanzierung mehrerer Maßnahmen zugunsten der Mobilität von jungen Menschen:

  • Stipendien für Studienaufenthalte und Praktika in einem anderen europäischen Land
  • Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse an einem Konsortium von Einrichtungen in mindestens drei verschiedenen Ländern, für welche die besten Studierenden der ganzen Welt bis zu zwei Jahre finanzielle Unterstützung erhalten können
  • Darlehen für ein Masterstudium im Ausland dank Erasmus+
  • Internationale Übertragung von Leistungspunkten für Studienleistungen und Praktika zwischen den Partnerländern des Erasmus-Programms

Das künftige Programm Erasmus+ wird zusätzliche Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte für benachteiligtere junge Menschen bieten.

Für den Zeitraum 2014-2020 belief sich der Haushalt für Erasmus+ auf 13,8 Mrd. Euro. Für den Zeitraum 2021-2027 wurde der Haushalt in der Einigung vom 17. Juli auf 24 Mrd. Euro festgesetzt (+ 75 %).

3. Förderung der Teilnahme von jungen Menschen an internationalen Solidaritätsprojekten durch das Europäische Solidaritätskorps

Das Europäische Solidaritätskorps zielt drauf ab, junge Menschen und Organisationen stärker für Solidaritätsprojekte zu mobilisieren. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. In diesem Rahmen können Freiwilligendienste, Praktika und Beschäftigungen zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten finanziert werden.

Tandem-Sprachkurse und deutsch-französische Projekte des DFJW

Clément Beaune ist am 7. August 2020 mit 20 Tandem-Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 15 und 17 Jahren zusammengekommen, die erst eine Woche im Departement Seine-et-Marne verbringen und anschließend gemeinsam nach Berlin reisen. Während des deutsch-französischen Tandem-Aufenthalts, der vom DFJW unterstützt wird, sollen im Rahmen binationaler Begegnungen nicht nur die Sprachkenntnisse ausgebaut, sondern auch das Bewusstsein für die Kultur des Partnerlandes gefördert werden, um die interinterkulturellen Fähigkeiten zu stärken.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt jedes Jahr über 800 Programme für Kinder und junge Menschen zwischen 3 und 30 Jahren: Schul- und Universitätsaustausche, Praktika, Sport- und Kulturveranstaltungen, Engagementprojekte, Sprachkurse, Jobangebote, interkulturelle Aus- und Weiterbildungen usw. Die Themen sind dabei sehr vielfältig:

  • Europa (Geschichte/Vergangenheitsbewältigung, Zukunft, Europa der Regionen)
  • Sport
  • Umwelt, Umweltbewusstsein und nachhaltige Entwicklung
  • Teilhabe von jungen Menschen am politischen und sozialen Leben

Weitere Informationen: https://www.ofaj.org/

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Fotos: © Judith Litvine/MEAE

Letzte Änderung 18/08/2020

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