Kommunalwahlen in Frankreich

Am 30. März fand in Frankreich die zweite Runde der Kommunalwahlen 2014 statt, wo in den 6455 Gemeinden, in denen im ersten Wahlgang keine Entscheidung gefallen war, die Bürgermeister gewählt wurden. Am Wahlabend gestand Premierminister Jean-Marc Ayrault „eine Niederlage für die Regierung und die Mehrheit sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene“ ein und bedauerte die „hohe Enthaltungsrate im ersten wie im zweiten Wahlgang“. In vielen Gemeinden haben die konservativen Parteien die Mehrheit erzielt, und der Front national konnte sich in mehreren Städten behaupten.

Laut Innenministerium lag die Wahlbeteiligung bei 63,70 %; bei den Kommunalwahlen 2008 waren es im zweiten Wahlgang 65,22 %. Frankreichweit beziffern sich die vorläufigen Wahlergebnisse auf 0,06 % für die extreme Linke, 40,57 % für die Linke, 45,91 % für die Konservativen sowie 6,48 % für die Rechtsextremen. 10 Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern sind vom linken ins konservative Lager gewechselt, ebenso 40 Städte mit 30 000 bis 100 000 Einwohnern und 105 Städte mit 9000 bis 30 000 Einwohnern. 14 Kommunen mit mehr als 9000 Einwohnern haben für einen Kandidaten des Front national gestimmt.

„Die Reformen, die wir in den letzten zwei Jahren in Angriff genommen haben, hat es so bisher nie gegeben. Sie haben Mut erfordert und sie werden, davon bin ich überzeugt, Früchte tragen. Damit sie voll und ganz zum Tragen kommen, müssen wir alle Fragestellungen und Forderungen wie auch die Weigerungen, die in der Abstimmung der Bürger zum Ausdruck kamen, in Betracht ziehen. (…) Der Staatspräsident wird die entsprechenden Lehren aus dieser Wahl ziehen, und er wird dies im Interesse Frankreichs tun“, so Premierminister Ayrault.

Die genauen Ergebnisse für alle Wahlkreise können Sie hier einsehen.

Letzte Änderung 31/03/2014

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