Kommuniqué von Jean-Yves Le Drian, Minister für Europa und Auswärtige Angelegenheiten, Christophe Castaner, Minister des Innern, und Jean-Baptiste Djerbbari, Staatssekretär für Verkehr bei der Ministerin für den ökologischen und solidarischen Wandel [fr]

Paris, den 18. März 2020
Angesichts der durch die Coronavirus-Krise ausgelöste unvorhergesehene gravierende Lage sah sich der Präsident der Französischen Republik dazu veranlasst, äußerst energische Maßnahmen zu verkünden, die insbesondere mit einer drastischen Einschränkung der Bewegungen in Frankreich, in Europa und auf internationaler Ebene einhergehen. Demnach teilte er die Schließung der Außengrenzen des europäischen Raums ab dem 17. März und für eine Dauer von 30 Tagen mit.

Französischen Bürgerinnen und Bürgern, Staatsangehörigen von Ländern der Europäischen Union und des Schengenraums sowie des Vereinigten Königreichs ist die Einreise in ihr Heimatland gemeinsam mit ihren Lebenspartnern und Kindern gestattet.

Für Staatsangehörige von Drittländern gilt ein Einreiseverbot nach Frankreich für die kommenden 30 Tage – Ausnahmen vorbehalten, beispielweise für Personen mit gewöhnlichem Wohnsitz in Frankreich. Dennoch gilt keinerlei Ausreiseverbot aus dem französischen Staatsgebiet.

Französinnen und Franzosen mit gewöhnlichem Wohnsitz außerhalb dieses europäischen Raums empfehlen wir, internationale Reisen, auch zur Einreise nach Frankreich, in den kommenden 30 Tagen weitestgehend zu vermeiden, sofern keine zwingenden Gründe dazu bestehen. Personen, die es insbesondere aufgrund ihres Gesundheitszustands für notwendig erachten, nach Frankreich zurückzukehren, müssen sich schnellstmöglich mit unseren Botschaften und Konsulaten in Verbindung setzen.

Mehrere Mitgliedstaaten der EU und des Schengenraums haben Grenzkontrollen und Ausgangssperren/Quarantänemaßnahmen eingeführt. Französinnen und Franzosen mit gewöhnlichem Wohnsitz außerhalb von Frankreich, aber innerhalb dieses europäischen Raums, empfehlen wir folglich, ebenfalls innereuropäische Reisen zu vermeiden, auch um nach Frankreich zurückzukehren, sofern keine zwingenden Gründe dazu bestehen. Sollten zur Rückkehr nach Frankreich mehrere Landgrenzen überquert werden müssen, ist, soweit möglich, eine direkte Rückkehr auf dem Luftweg vorzuziehen.

Französinnen und Franzosen, die sich derzeit vorrübergehen im Ausland befinden, empfehlen wir jedoch, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um schnellstmöglich nach Frankreich zurückzukehren. Zu ihrer Unterstützung hat das für Verkehr zuständige Ministerium die Fluggesellschaften gebeten, ihre Fluglinien nach Frankreich weitestgehend aufrechtzuerhalten und die Preise zu mäßigen. Das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten ist zusammen mit allen unseren diplomatischen und konsularischen Vertretungen voll mobilisiert, um die Genehmigung für Sonderflugverbindungen zu erhalten und um sicherzustellen, dass diese von kommerziellen Fluggesellschaften durchgeführt werden können. Diese Bemühungen haben bereits an mehreren Orten Früchte getragen.

Ein globaler und weltweiter Mechanismus, der unseren Staatsangehörigen, die nach Frankreich zurückkehren möchten, eine Rückkehr auf dem Luftweg ermöglicht, wird in Zusammenarbeit mit Air France sehr bald eingerichtet. Er wird, entsprechend der lokalen Prioritäten und Dringlichkeiten, auf dem für die gesamte Welt angepassten Flugverkehrsprogramm beruhen und es allen ermöglichen, bei einer Fluggesellschaft ein Rückflugticket zu reservieren. Die technischen Einzelheiten dieses Mechanismus werden unseren Staatsangehörigen bis Ende der Woche mittels Air France und unseres Netzwerks diplomatischer und konsularischer Vertretungen mitgeteilt. Dies ermöglicht es uns in Zusammenarbeit mit Air France, unseren Staatsangehörigen, trotz der zunehmenden Aussetzung eines Großteiles der Flugverbindungen weltweit, in den kommenden Tagen einen kommerziellen Rückflug nach Frankreich zu moderaten Preisen anzubieten.

Angesichts dieser beispiellosen Krise sind das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten, das Ministerium des Inneren und das Ministerium für Verkehr voll mobilisiert.

Letzte Änderung 28/10/2020

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