LKW-Huckepack: Atlantik-Autobahn soll Straßenverkehr entlasten [fr]

(c) SNCF - JPEG Nach der Realisierung der „rollenden Autobahn“ für LKW-Huckepackverkehre von Luxemburg nach Perpignan 2011 hat Verkehrsminister Frédéric Cuvillier Mitte November grünes Licht für das Projekt der LKW-Verladung „Atlantische rollende Autobahn“ gegeben. Mit der Autoroute ferroviaire atlantique, die Bayonne im französischen Baskenland mit Longueau in der Picardie verbinden wird, soll weiter dazu beigetragen werden, Güterverkehre auf die Schiene zu verlagern. Langfristig soll die rollende Autobahn den Süden und die wichtigsten Häfen im Norden verbinden, so der Minister.

Bisher gibt es in Frankreich rollende Autobahnen über 1045km zwischen Luxemburg (Bettenbourg) und Perpignan unweit der spanischen Grenze, sowie im transalpinen Verkehr zwischen Chambéry und Turin. Die Züger verkehren dort in beiden Richtungen jeweils 4 Mal am Tag.

Ziel der Schaffung von Verladestrukturen von LKWs in Frankreich ist es, bis 2020 pro Jahr 500.000 LKWS im Huckepackverkehr zu transportieren und so 450.000 Tonnen Co2-Ausstoß zu vermeiden. Dies ermöglicht nicht nur eine effektivere Nutzung der Infrastrukturen, sondern entlastet zudem die Straßenverkehre.

Verkehrsminister Frédéric Cuvillier hält es dabei für besonders wichtig, die Regionen an solchen Projekten zu beteiligen, um der exklusiven Dreierbeziehung zwischen dem staatlichen Betreiber des Schienennetzes RFF, der Eisenbahngesellschaft SNCF und dem Staat ein Ende zu setzen, denn dies sei „ein Modell, das an seine Grenzen stößt“, so der Minister.

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Letzte Änderung 14/11/2012

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