Leonardo da Vincis Anna Selbdritt nach Restaurierung wieder im Louvre [fr]

Noch bis zum 25. Juni 2012 macht der Pariser Louvre in einer Sonderausstellung Leonardo da Vincis Meisterwerk Anna Selbdritt, erneut einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Die Restaurierungsarbeiten hatten zuvor zu kontroversen Debatten um das Werk geführt, das die heilige Anna (Mutter der Maria), die Jungfrau Maria und ihren Sohn, Jesus, zeigt. Die Ausstellung zeigt da Vincis künstlerischen Werdegang bis hin zu seinem letzten unvollendeten Meisterwerk.

Die heilige Anna zeigt sich anmutig wie eh und je, die Farben aufgefrischt und strahlend. Vincent Dieulvin, Konservator für italienische Malerei des 16. Jahrhunderts im Louvre, spricht gar von „einer wahren Auferstehung“. Und tatsächlich haben sich die aufwändigen Restaurierungsarbeiten gelohnt: „Berglinien sind wieder sichtbar geworden und zwischen zwei von ihnen erscheint sogar ein kleines Dorf. Die auf den ersten Blick als Wüste erscheinende Landschaft war also, wie bei der Mona Lisa, bewohnt!“, berichtet der Figaro.

Auch der Psychoanalytiker Sigmund Freud war seinerzeit fasziniert von Leonardo da Vinci: Er unterbrach damals seine Arbeit an seinem Werk „Über Psychoanalyse“, um sich einer Studie über den florentiner Künstler zu widmen. Mit Blick auf die Darstellung der Frauen in da Vincis Werken schrieb er: „Diese Bilder atmen eine Mystik, in deren Geheimnis einzudringen man nicht wagt“.

Wenn man jedes Bild im Louvre nur drei Sekunden lang betrachten würde, so benötigte man einer Berechnung zufolge vier Monate für das gesamte Museum. Nun wissen Sie vielleicht, wo Sie Ihren ersten Halt einlegen könnten.

Letzte Änderung 17/04/2012

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