Marion Cotillard, Ziemlich beste Freunde und Liebe im Rennen um die Golden Globes [fr]

JPEG Der französische Film steht in diesen Winter wieder hoch im Kurs in Hollywood. Nach den Erfolgen mit La vie en rose und The Artist, geht es im Januar 2013 mit gleich drei Trümpfen im Gepäck zu den Golden Globe Awards.

Marion Cotillard ist in Hollywood seit ihrer Oscar-gekrönten Interpretation von Edith Piaf kein unbeschriebenes Blatt mehr. Nun ist sie für die Golden Globes nominiert und geht mit ihrer Rolle in Der Geschmack von Rost und Knochen von Jacques Audiard in das Rennen um die goldene Trophäe in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin - Drama. Die französische Schauspielerin spielt in dem Film eine Killerwal-Trainerin, die bei einem Arbeitsunfall beide Beine verliert. Hart und schonungslos - anders als die bisherigen Rollen von Cotillard - aber durch und durch Jacques Audiard. Hart wird auch der Wettbewerb um die Golden Globes, die als Vorboten für die zwei Wochen später verliehenen Oscars gelten, denn Marion Cotillard konkurriert in ihrer Kategorie mit den Schauspiel-Größen Jessica Chastain, Helen Mirren, Naomi Watts und Rachel Weisz.

In der Kategorie Bester fremdsprachiger Film stehen sich gleich zwei französische Filme und eine französisch-deutsch-österreichische Produktion gegenüber: Der Geschmack von Rost und Knochen, die Komödie Ziemlich beste Freunde und das Drama Liebe von Michael Haneke, das in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Diese Nominierungen sind der beste Beweis dafür, dass das französische Kino derzeit weltweit großen Zuspruch findet und in den unterschiedlichsten Filmgenres überzeugt. Ziemlich beste Freunde gehört jetzt schon zu den größten Auslandserfolgen in der Geschichte des französischen Films, vor allem in Deutschland mit über 5 Millionen Zuschauern. Die DVD des Films wird dieses Jahr in Frankreich wie in Deutschland sicher unter so manchem Weihnachtsbaum zu finden sein.

Ein weiterer Kandidat für die Golden Globe-Trophäe ist der französische Komponist Alexandre Desplat. Sein Name mag vielen unbekannt sein, doch seiner Musik ist vermutlich jeder Kinogänger schon einmal begegnet. Er komponierte die Filmmusik für Moonrise Kingdom, den jüngsten Film von Wes Anderson, mit dem er regelmäßig zusammenarbeitet, aber auch für The King’s Speech, Tree of Life von Terence Malick und für die letzten beiden Harry Potter-Filme. Bei der kommenden Golden Globe-Verleihung ist er in zwei Filmen vertreten: Er schrieb die Filmmusik für Der Geschmack von Rost und Knochen, und für Argo, den Film von Ben Affleck über die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran während der iranischen Revolution 1979, ist er in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert.

Starke französische und europäische Film-Präsenz also in Hollywood!

Letzte Änderung 18/12/2012

Seitenanfang