Marseille Kulturhauptstadt Europas 2013 [fr]

GIF Marseille ist die „Kulturhauptstadt Europas 2013“. Das ganze Jahr über wird in der Stadt ein Programm mit außergewöhnlichen kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen, Aufführungen, Festivals etc. angeboten werden, das wie eine Geschichte in drei großen Episoden verläuft. Mehr als 12 Millionen Besucher aus der ganzen Welt werden erwartet. Die ökonomische Herausforderung steht im Zentrum des Projekts. Dieses riesige kulturelle Event, das im Zeichen der Innovation, des noch nie Dagewesenen und der Überraschung steht, wird die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt maßgeblich voranbringen und die Stadt auf internationaler Ebene gleichzeitig bekannter und attraktiver machen.

Die großen internationalen Zusammentreffen sind ein starker Wachstumsmotor. Als Lille im Jahre 2004 Kulturhauptstadt Europas wurde, konnte das Image der ganzen Region grundlegend verändert werden. Das Ereignis erwies sich als ein Faktor sozialen Zusammenhalts und als Ausgangspunkt für zahlreiche Initiativen. Die Besucherzahl wuchs um 10%. Gleichzeitig stieg die Anzahl an neuen Arbeitsplätzen im Handelssektor sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe um 7%.

Zusammen mit der slowakischen Stadt Košice stellt sich Marseille 2013 dieser Herausforderung. Seit die Europäische Union 1985 den sehr begehrten Titel „Kulturhauptstadt Europas“ eingeführt hat, trägt dieser zur Annäherung der europäischen Völker bei und führt gleichzeitig zum wirtschaftlichen Aufschwung und zur Verbesserung der Infrastrukturen. «Dieses Event stellt für die Stadt, die es veranstaltet, eine außergewöhnliche Möglichkeit dar, das kulturelle Leben neu anzufachen, der Welt ihre Veränderung zu zeigen, sich auf internationaler Ebene mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, ihr Image zu verbessern und den Tourismus anzukurbeln“, freut sich Jacques Pfister, der Vorsitzende von Marseille-Provence 2013 - der Einrichtung, die für das Event zuständig ist.

Um 600 vor Christus wurde Marseille von griechischen Seehändlern, die aus Phokaia (Kleinasien) stammten, unter dem Namen Massalia gegründet. Marseille machte sich in der Handelsgeschichte im Mittelmeerraum einen Namen. Daher symbolisiert sie besser als jede andere Stadt den gemeinsamen politischen Willen der Mitglieder der Union für den Mittelmeerraum, neue Anstrengungen zu unternehmen, um dieses Gebiet in eine Zone des Friedens, der Demokratie, der Zusammenarbeit und des Wohlstands zu verwandeln.

Das Programm von Marseille-Provence, durch das ungefähr hundert Gemeinden in dieses großartige Projekt miteinbezogen werden (Aix-en-Provence, Arles, Salon de Provence, La Ciotat etc.), verläuft wie eine Geschichte in drei Episoden: „Marseille-Provence empfängt die Welt“, „Marseille-Provence unter freiem Himmel“, „Marseille-Provence hat tausend Gesichter“. Zwischen dem 12. Januar und dem 31. Dezember sind beinahe 500 kulturelle Veranstaltungen vorgesehen.

Für die Organisatoren der Veranstaltung sind die Erfolgsaussichten aufgrund der außergewöhnlichen geografischen Lage noch größer. Marseille liegt zwischen Nord- und Südeuropa und liegt privilegiert am Rande des Mittelmeers. „Die euro-mediterrane Lage unserer Region, die nach Europa hin und aufs Mittelmeer hin geöffnet ist – und damit auf die Welt - steht im Zentrum unseres Projekts. „Marseille-Provence empfängt die Welt“ ist übrigens eines der großen Themen unseres Programms“, hebt Jacques Pfister hervor.

Aufgrund ihrer Vielfalt, ihrer Geschichte und ihres Kulturerbes ist die Region bereits ein wichtiges Reiseziel in Europa. Marseille ist übrigens perfekt angebunden: Ein internationaler Flughafen, drei TGV-Strecken, der Hafen von Marseille und ein Autobahnnetz verbinden Marseille mit den wichtigsten Städte Europas. Die Touristen strömen aus der ganzen Welt nach Marseille. „2013 wird Marseille im Rampenlicht stehen und Schauplatz aller Kulturen sein. Wir werden auf europäischer Ebene zeigen, was wir seit zehn Jahren in unserer Stadt feststellen: Kultur ist per se eine Entwicklungskraft und eine eigene Wirtschaftsbranche“, erklärt der Bürgermeister von Marseille, Jean-Claude Gaudin. Der Vorsitzende von Marseille-Provence hebt hervor: „Wir schätzen, dass im Jahr der „Kulturhauptstadt Europas“ eineinhalb Millionen mehr Touristen nach Marseille gelockt werden können – zusätzlich zu den 10 Millionen, die jedes Jahr in diese Region kommen.“

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind gewaltig. In erster Linie profitieren das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie der Verkehrssektor, aber dieses Event ist auch ein großartiger Motor für die Entwicklung der Arbeit und Beschäftigung im Bauwesen. Sechzig Sanierungsbaustellen wurden von den bedeutendsten internationalen Architekten entworfen. „Bereits jetzt wurden mehr als sechshundertsechzig Millionen Euro für die Sanierung oder den Bau großer kultureller Anlagen in unserer Region vorgesehen wie das Museum für europäische und Mittelmeer-Zivilisation (MUCEM) in Marseille, die Vergrößerung des Granet-Museums in Aix-en-Provence oder auch das Projekt des internationalen Kulturzentrums „Le Parc des Ateliers“ von Frank Gehry in Arles. Den Organisatoren zufolge werden für einen investierten Euro sechs Euro erwirtschaftet, was beinahe 600 Millionen Euro sind.

Annik Bianchini

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Letzte Änderung 14/01/2013

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