Mathematikstiftung Jacques Hadamard steht für Exzellenz-Tradition in Frankreich [fr]

GIF Hochschulministerin Valérie Peycresse wies bei der Einweihung der Stiftung für Mathematik „Jacques Hadamard“ am 17. Mai in Saclay auf die Exzellenz-Tradition Frankreichs auf diesem Gebiet hin: (Auszüge)

(…) Mathematik ist die einzige Disziplin, in der Frankreich bei den Veröffentlichungen im Web of Science weltweit auf dem zweiten Platz steht, hinter den USA.

Im Bereich Mathematik gingen 11 der 51 seit 1936 vergebenen Fields-Medaillen und 3 der 11 seit 2003 verliehenen Abel-Preise an Frankreich. Die französische Hochschule für Mathematik (école française de mathématiques) steht dadurch weltweit an zweiter Stelle, hinter der amerikanischen und vor der russischen und englischen Hochschule.

Diese Exzellenz-Tradition liegt vor allem in der Geschichte begründet.

Ich denke dabei an Descartes, der nicht nur ein exzellenter Mathematiker, sondern auch ein berühmter Philosoph war. Oder Alembert, der, wenn er nicht gerade an der Enzyklopädie arbeitete, sich mit Differentialgleichungen und partiellen Ableitungen beschäftigte. Und natürlich nicht zu vergessen: der große Mathematiker Jacques Hadamard. (…)

Ihre Stiftung für Mathematik „Jacques Hadamard“ ist im Herzen eines Campus entstanden, der für seine Spitzenforschung und seine weltweit einzigartige Bandbreite mathematischer Themen bekannt ist. (…) Mehr als 600 hochrangige Mathematiker sind in der Stiftung vertreten. Sie vereint international anerkannte Einrichtungen wie die Universität Paris-Sud, deren Fachbereich Mathematik mit seinen wissenschaftlichen Ergebnissen international den zweiten Rang hinter Princeton einnimmt, oder die ENS in Cachan, die Ecole Polytechnique, das CNRS und natürlich das renommierte Institut des Hautes Etudes Scientifiques und wird so dazu beitragen, eine der Mathematik-Hochburgen weltweit noch präsenter zu machen. (…)

Durch das, was Sie auf die Beine gestellt haben, wird der Standort Saclay als weltweites Spitzenzentrum für Mathematik noch weiter gestärkt. Ich denke dabei an die internationalen Post-Doc- und Master-Stipendien, die vielversprechenden ausländischen Mathematikern Arbeitsbedingungen nach besten internationalen Standards bieten. (…)

Dieses Institut mit nationaler Ausrichtung wurde auch mit dem Ziel eingerichtet, die im Rahmen der Erarbeitung der nationalen Strategie für Forschung und Innovation ermittelten Herausforderungen zu meistern: die stärkere Öffnung der Mathematik für andere Disziplinen sowie für Wirtschaft und Gesellschaft. Aus diesem Grund freue ich mich über die Bereitschaft der Unternehmen wie EDF, EADS, Veolia, Natixis, der Société générale und der Crédit agricole, Ihr Vorgehen zu unterstützen.

Mit einer Förderung von 40 Millionen Euro im Rahmen des Programms Opération Campus möchte der Staat nicht nur die Exzellenz belohnen, sondern auch ihre Entschlossenheit, die Forschung und die Partnerschaften zwischen den Hochschulen und der Industrie stärker zu öffnen.

Neben den 850 Millionen Euro aus dem Programm Opération Campus wurde eine Milliarde Euro aus dem Programm Zukunftsinvestitionen für den Campus Paris Saclay bereitgestellt. Hinzu kommen die zusätzlichen Mittel, die im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen vorgesehen sind: 9 Exzellenzanlagen, 9 Exzellenzlaboratorien, 7 Carnot-Institute, die Demonstrationsanlage für Biotechnologien und Bioressourcen, die beiden nationalen Infrastrukturen in den Bereichen Gesundheit und Biotechnologien und in wenigen Monaten das Institut für technologische Forschung SystemX. Kein anderer Standort Frankreichs war bei den Projektausschreibungen im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen so erfolgrich! (…)

Letzte Änderung 03/05/2012

Seitenanfang