Mindestlohn in Frankreich steigt 2017 um 0,93% [fr]

Der Mindestlohn in Frankreich steigt nach einer Verordnung der Regierung zum 1. Januar 2017 um 0,93%.

Die jährliche Anpassung basiert dabei auf dem Vorschlag der nationalen Mindestlohnkommission und dem Gutachten eines Expertengremiums.

Diese beziehen bei ihren Berechnungen zur Erhaltung der Kaufkraft zwei Richtgrößen ein:

- die Inflationsentwicklung (0,5% zwischen November 2015 und 2016)
- die hälftige Einbringung des zusätzlichen Kaufkraftgewinns von Arbeitern und Angestellten im Zuge der allgemeinen Lohnentwicklung (0,9% zwischen September 2015 und September 2016).

Der Mindestlohn steigt somit ab dem 1. Januar 2017 auf 9,76 € (aktuell 9,67 €) pro Stunde, was bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 35 Stunden einem Monatslohn von 1480,27 € entspricht.

Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Mindestlohn ab dem 1. Januar 2017 8,84 €.

- Entwicklung des Mindestlohns seit 2001

Weitere Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft im Niedriglohnsektor

Die Kaufkraft der Beschäftigten in den Niedriglohnsektoren wird zudem durch eine Senkung der Einkommenssteuer im Umfang von 1 Mrd. € für 2017 gestärkt, von der 5 Mio. Haushalte profitieren.

Zudem beziehen 3,7 Mio. Haushalte die Anfang 2016 umgestaltete Beschäftigungsprämie (Prime d’activité), die wie eine Art Negativsteuer bzw. wie ein Kombilohn wirkt. Sie beträgt im Schnitt 165 € pro Monat und ist steuerfrei.

Letzte Änderung 01/03/2017

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