Nationalversammlung beschließt zeitlich befristete Sonderabgabe auf Millionengehälter [fr]

JPEG Die französische Nationalversammlung hat im Rahmen der Beratungen des Haushalts 2014 in erster Lesung am 18. Oktober 2014 die Einführung einer Sonderabgabe auf Gehälter von über 1 Mio. € beschlossen, die durch die Unternehmen zu entrichten ist. Die Abgabe in Höhe von 50% wird für die Fiskaljahre 2013 und 2014 erhoben und entfällt auf den über der Gehaltssumme von 1 Mio.€ liegenden Teil der Vergütung. Die zu zahlende Abgabe ist auf 5% des Umsatzes eines Unternehmens begrenzt.

Laut der Begründung in Artikel 9 des Haushaltsgesetzes, soll die für zwei Jahre erhobene Sondersteuer zur Wiedererlangung eines ausgeglichenen Haushalts beitragen. Sie ist in den Augen der Regierung auch als eine Solidaritätsmaßnahme zu verstehen, zu einem Zeitpunkt, der von Bürgern und insbesondere von den Arbeitnehmern besondere Opfer erfordert.

Die Maßnahme wird alle Unternehmen betreffen, die Gehälter über eine Million Euro zahlen, ungeachtet ihrer Größe oder ihres Tätigkeitsbereiches. In der Praxis jedoch werden vor allem Großkonzerne betroffen sein.

Die Sonderabgabe ist bei Fußballern mit Millionengehältern von den Klubs zu entrichten. Nach einer Umfrage von Tilder-LCI-OpinionWay wird dies von 85% der Befragten begrüßt.

- Haushaltsgesetz Artikel 9 im Wortlaut

Letzte Änderung 25/10/2013

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