Neues französisches Hochschulgesetz soll Unterricht in Fremdsprachen erlauben [fr]

JPEG Das neue Hochschulgesetz, das sich ab dem 24.5.2013 in der parlamentarischen Beratung befindet, soll den Universitäten auch Studienangebote in einer Fremdsprache erlauben, soweit dies im Rahmen eines Abkommens mit einer ausländischen Institution geschieht. Diese Sprache wird in der Regel Englisch sein.
Die französische Regierung will mit dieser Maßnahme die Attraktivität der französischen Universitäten für ausländische Studierende und Forscher, besonders auch für Bewerber aus den Schwellenländern steigern. In den letzten 10 Jahren ist Frankreich bei deren Aufnahme weltweit vom 3. auf den 5. Platz zurückgefallen.

Auch aus den Universitäten selbst waren deshalb zunehmend Forderungen nach einer Liberalisierung der bisherigen Regelungen gekommen.

In Sinne der Steigerung der Attraktivität Frankreichs für ausländische Studierende hatte die Regierung auch schon im letzten Jahr die Restriktionen bei der Arbeitsaufnahme von Studenten und Studienabsolventen aufgehoben.

Die neue Regelung schafft eine rechtliche Grundlage für Master- und Promotionsstudiengänge, die schon heute für gewisse Studenten in einer Fremdsprache angeboten werden. Insgesamt gibt es in Frankreich schon mehr als 700 Studienangebote, meist an privaten Hochschulen, die in einer Fremdsprache angeboten werden. Zudem wird die Präsenz Frankreichs in europäischen Programmen und Partnerschaften gestärkt.

Die Universitäten mit ihren teilweise hervorragenden Angeboten brauchten sich nicht hinter den Elite-Hochschulen verstecken, die schon lange Teile des Studiums in einer Fremdsprache anbieten würden, so das Hochschulministerium.

Gleichzeitig wies das Ministerium aber darauf hin, dass Französisch weiterhin die Unterrichtssprache bleibe. Der Unterricht in der Fremdsprache werde obligatorisch von französischen Sprachkursen sowie einer Einführung in die französische Zivilisation begleitet werden und die Kenntnisse würden im Rahmen des Abschlusses bewertet werden.

Hochschulministerin Geneviève Fioraso verteidigte das Vorhaben einer größeren Internationalisierung der Hochschulen, da mit einer Steigerung der Zahl ausländischer Studenten an den Hochschulen aktive Botschafter der Frankophonie sowie der Kultur und Werte Frankreichs gewonnen würden.

Letzte Änderung 24/05/2013

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