Hanekes „Liebe“ gewinnt Oscar [fr]

JPEG Der Trophäenregen für Michael Hanekes « Liebe » reißt nicht ab : nach der Goldenen Palme in Cannes, dem Golden Globe und fünf Hauptpreisen bei dem französischen Filmpreis « César » hat nun das Drama mit Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant in den Hauptrollen am 25. Februar den Oskar für den besten nicht-englischsprachigen Film in Hollywood gewonnen.

Die französisch-deutsch-österreichische Produktion war in gleich fünf wichtigen Kategorien nominiert (Beste Regie, Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Bester nicht-englischsprachinger Film). Emmanuelle Riva, die ihren 86. Geburtstag am Tag der Oskar-Verleihung in Hollywood feierte, war die älteste Oskar-Anwärterin. Ihre schwierige und ergreifende Darbietung in Hanekes Drama über den Kampf gegen den körperlichen und geistigen Verfall brachte der französischen Schauspielerin in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen ein.

Beim französischen Filmpreis « César » am 23. Februar räumte « Liebe » bereits ab. Die französische Filmakademie verlieh der jüngsten Produktion des österreichischen Regisseurs gleich fünf Hauptpreise : Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schauspieler, Beste Schauspielerin.

Wie Eric Garandeau, der Präsident der französischen Filmförderanstalt Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC), anläßlich der Golden Globes-Verleihung erinnerte, ist Frankreich maßgeblich an der Koproduktion beteiligt gewesen: Die Finanzierung - mit den Beihilfen des CNC - kam zu 70 % aus französischen Mitteln, France 3 Cinéma unterstützte die Koproduktion, und auch Originalsprache, Schauspieler, Drehorte und Filmcrew waren französisch. Michael Haneke ist ein großer Bewunderer von Jean-Louis Trintignant: „Ich habe das Buch für Jean-Louis Trintignant geschrieben. Ohne ihn hätte ich diesen Film nicht gemacht“, so der Regisseur.

Letzte Änderung 25/02/2013

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