Pferdefleisch in Fertiggerichten: Frankreich setzt Aktionsprogramm zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln um [fr]

(c) DGCCRF - JPEG Nach dem Fund von Pferdefleisch an Stelle von Rindfleisch in Fertiggerichten durch britische Behörden konnte durch Ermittlungen die gesamte Versorgungskette zurückverfolgt werden. Es wurde bestätigt, dass auch zwei französische Unternehmen in diesen Wirtschaftsbetrug verwickelt sind. Angesichts der verfügbaren Daten kannn jedoch nicht auf Gesundheitsfragen eingegangen werden.

Durch die Untersuchung sollen die Verantwortlichen ermittelt werden und es soll sichergestellt werden, dass keine andere Versorgungskette als die bereits bekannte betroffen sein könnte.

Ermittlungen französischer Behörden zu Pferdefleisch in Fertiggerichten

Der Minister für Wirtschaft und Finanzen, Pierre Moscovici, der Minister für Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft, Stéphane Le Foll, und der Staatsminister für soziale und solidarische Wirtschaft und Verbrauch, Benoît Hamon, präsentierten in diesem Zusammenhang am 13. Februar 2013 im Ministerrat eine Bekanntmachung zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln.

Die Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz beraten sich seit dem 11. Februar 2013 mit Experten dieses Bereiches.

Die französische Regierung hat umgehend Sofortmaßnahmen eingeleitet, um gegen diese Art von Betrug vorzugehen, der für die Verbraucher extreme gesundheitliche Folgen haben könnte:

-  Sofortige Entfernung aller potentiell betroffenen Produkte aus dem Verkauf
-  Verstärkte Überwachung des Sektors, Veröffentlichung der Ergebnisse der eingeleiteten Ermittlungen
-  Verstärkung der internen Kontrollen und Überwachung der Qualität der Lieferanten in Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden. Die Branchenvertreter müssen dem Staat umgehend garantieren, dass sie die internen Kontrollen und die Qualitätsprüfung verstärken.
-  Die Regierung setzt sich für ein entschlossenes Handeln in Europa hinsichtlich der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für in Fertiggerichten verarbeitete Produkte ein. Die Herkunftsbezeichnung für frisches Rindfleisch ist bereits obligatorisch.
-  Das auf Initiative Frankreichs und Großbritanniens einberufene Treffen der EU-Kommission am 13. Februar 2013 in Brüssel hatte zum Ziel, Lehren aus diesem Fall zu ziehen und eine Verschärfung der europäischen Vorschriften vorzuschlagen.

Die Regierung wird in Kürze ein Arbeitstreffen mit den Branchenvertretern einberufen, um über die Verbesserung des Qualitätskontrollsystems beim Produzenten und entlang der Nahrungsmittelkette sowie über die Herkunftskennzeichnung auf den Verpackungen zu beraten.

- Ermittlungen französischer Behörden zu Pferdefleisch in Fertiggerichten

Letzte Änderung 15/02/2013

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