Präsidentschaftswahlen 2017: Zwischen den Wahlgängen [fr]

Auf Grundlage des Ergebnisses des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen, der am 22. und 23. April 2017 erfolgte, findet die Stichwahl am 7. Mai 2017 zwischen den Kandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen statt.

Die Zeitspanne zwischen den beiden Wahlgängen ist bei den Präsidentschaftswahlen länger als bei anderen Wahlen in Frankreich. Sie beträgt 14 Tage, während bei den Kommunal- oder Parlamentswahlen der zweite Wahlgang bereits an dem auf den ersten Wahlgang folgenden Sonntag stattfindet.

Was passiert in diesen zwei Wochen?

Zunächst muss der Verfassungsrat bis spätestens den 26. April, 20 Uhr, die offiziellen Ergebnisse des ersten Wahlgangs bekanntgeben. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang erreichte, findet ein zweiter Wahlgang statt. Dafür müssen beide Kandidaten zunächst den Verfassungsrat darüber in Kenntnis setzen, dass sie ihre Kandidatur aufrechterhalten. Dieser erstellt sodann die Liste der Kandidaten für den zweiten Wahlgang, die am 27. April veröffentlicht wird.

Der offizielle Wahlkampf für den zweiten Wahlgang beginnt am 28. April und endet am 5. Mai um Mitternacht. Die Redezeit der beiden Kandidaten in den audiovisuellen Medien muss identisch sein. Sie darf für den zweiten Wahlgang nicht weniger als eine Stunde betragen, außer die beiden Kandidaten einigen sich auf eine kürzere Redezeit.

Neben diversen offiziellen Wahlkampfsendungen wird üblicherweise ein Fernsehduell zwischen den beiden Kandidaten ausgetragen. Das Duell zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron wird am 3. Mai stattfinden.

Nach erfolgter Stichwahl am 7. Mai (6. Mai in Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guyana, Saint-Pierre et Miquelon, Saint-Barthélemy, Saint-Martin, Französisch- Polynesien und auf dem amerikanischen Kontinent) findet spätestens am 14. Mai 2017 die feierliche Amtseinführung des neu gewählten Staatspräsidenten statt.

Letzte Änderung 11/07/2017

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