Premierminister Valls in Peking: Handel zwischen China und Frankreich ausgeglichener gestalten [fr]

GIF Premierminister Manuel Valls unterstrich bei seinem dreitägigen Aufenthalt (29.-31. Januar 2015) in der Volksrepublik China das Interesse Frankreichs an einer Intensivierung der Beziehungen sowie für einen Handelsaustausch auf Augenhöhe. Frankreich wolle für chinesische Touristen (2 Mio. 2014) und auch für chinesische Investitionen und Studenten noch attraktiver werden. Frankreich sei dabei nicht nur ein offener und attraktiver Standort, sondern auch ein Land für Unternehmen und Pro-Business, so der Premierminister vor Wirtschaftsvertretern.

Für den Ausbau der Beziehungen gäbe es dabei mit den Industriekooperationen in Hochtechnologiebranchen wie der Luftfahrt und der Nukleartechnologie und mit Überkreuzbeteiligungen schon eine solide Basis, worauf der Premierminister beim Besuch des Airbuswerkes in Tianjin verwies. Möglichkeiten zur Intensivierung der Handelsbeziehungen bestünden aber auch im Bereich Gesundheit, nachhaltige Stadtentwicklung oder Lebensmittel, allesamt Stärken der französischen Industrie.
Beide Seiten kamen zudem überein, sich der zahlreichen Marktzugangsbeschränkungen und Hindernisse für französische Produkte anzunehmen. Der Schlüssel für die Lösung dieser Probleme sei das Vertrauen und die Gleichbehandlung aller Unternehmen, so Premierminister Valls.

Insgesamt könne Frankreich aus zwei Gründen auf eine größere Ausgeglichenheit der Handelsbeziehungen mit China setzen. Hierzu gehörten einerseits die in Frankreich in die Wege geleiteten Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie das gestiegene Lebensniveau mit einem höheren Konsum in China. Hier sei Frankreich mit seinen Stärken im Verbrauchs- und Dienstleistungsbereich eine weltweite Bezugsgröße.

Neben der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen setzte Premierminister Valls auch hohe Zielmarken im Bereich Touristik und Studium. Bis 2020 soll die Zahl der Touristen auf 5 Mio. und die der Studenten auf 50.000 gesteigert werden. Das seit Anfang 2014 beschleunigte Verfahren der Visaerteilung innerhalb von nur 48 Stunden für chinesische Antragssteller hat dabei schon zu einer Erhöhung der Anträge um 250% geführt.
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Letzte Änderung 08/04/2015

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