Produktionskosten der Atomenergie steigen in Frankreich [fr]

JPEG Der Rechnungshof hat auf Betreiben eines Untersuchungsausschusses der Nationalversammlung zur Kernenergie seinen Bericht vom Januar 2012 zu diesem Thema aktualisiert. Der neue Bericht, der am 27. Mai 2014 veröffentlicht wurde, analysiert ebenfalls die Entwicklung der Investitionen, die zur Erhaltung und Modernisierung des Nuklearparks getätigt wurden.

Auf der Grundlage der Berechnungsmethoden aus dem Bericht von 2012 konnte der Rechnungshof einen starken Anstieg der Produktionskosten für Atomenergie seit 2010 feststellen: Die Kosten stiegen zwischen 2010 und 2013 um 21 %. Diese Erhöhung ist größtenteils auf die Investitionen von Électricité de France (EDF) in den bestehenden Nuklearpark zurückzuführen. Die Entscheidung von EDF, die Laufzeit seiner Kernkraftwerke zu verlängern, machte diese Investitionen notwendig. Die Investitionen dienten ebenfalls der Umsetzung der von der französischen Behörde für nukleare Sicherheit (ASN) geforderten Maßnahmen, die im Anschluss an die zusätzlichen Sicherheitsbewertungen (ECS) infolge des Unfalls von Fukushima beschlossen wurden. Der Rechnungshof geht davon aus, dass die Kosten auch in Zukunft steigen werden, da insbesondere Investitionen in den Erhalt und für Rückstellungen für künftige Aufwendungen (Stilllegung von Kraftwerken, Aufbereitung von Abfällen etc.) nötig werden. Zu den künftigen Produktionskosten der Reaktoren der dritten Generation (EPR) sieht sich der Rechnungshof derzeit nicht in der Lage, Zahlen zu nennen.

Die vom Staat getragenen Kosten (Ausgaben für die Nuklearforschung, die Sicherheit etc.) sind ebenfalls gestiegen (+14 % zwischen 2010 und 2013); die Einnahmen aus den Steuern für nukleare Basisanlagen (INB) blieben stabil.
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Letzte Änderung 11/08/2014

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