Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Jahresbilanz 2012: mehr Gewalt gegenüber Journalisten als je zuvor [fr]

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat ihre Jahresbilanz 2012 veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund spricht Frankreich all jenen Journalisten seine Anerkennung aus, die sich oft unter lebensbedrohlichen Umständen für die Presse- und Informationsfreiheit einsetzen.

Aus der Bilanz geht hervor, dass es in den vergangenen Jahren noch nie so viele Todesopfer gab wie 2012: Insgesamt 88 Journalisten kamen bei der Arbeit ums Leben, d. h. 33 % mehr als im vergangenen Jahr. Mehrere Hunderte von Journalisten wurden Opfer von Gewalt und Einschüchterung oder befinden sich aufgrund ihrer Aktivitäten heute in Haft. Somalia, wo dieses Jahr 18 Journalisten getötet wurden, war besonders von diesen Gewalttaten betroffen. Weitere 17 Journalisten, darunter die beiden Franzosen Gilles Jacquier und Rémi Ochlik, mussten im Syrien-Konflikt ihr Leben lassen.

Frankreich bekräftigt nochmals sein Festhalten an der Pressefreiheit sowie an der Informationsfreiheit, via Internet oder mit jedem anderen Kommunikationsmittel. Die einzelnen Staaten müssen – im Sinne der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und des UN-Menschrechtsrats – den Schutz der Journalisten gewährleisten, auch in bewaffneten Konflikten, und die Urheber der Gewalttaten strafrechtlich verfolgen.

Letzte Änderung 21/12/2012

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