Roland Garros 2014 : Sandplatz mit französischem Charme [fr]

JPEG Die besten Tennisspieler der Welt freuen sich auf das größte Sandplatz-Turnier der Welt, das vom 25. Mai bis 8. Juni 2014 in Paris ausgetragen wird. Für die Spieler sowie für das aus der ganzen Welt angereiste Publikum ist dieses Turnier mehr als nur ein Wettbewerb: die French Open sind ein Aushängeschild Frankreichs.

- www.rolandgarros.com

Das internationale Roland Garros-Turnier gehört mit Wimbledon, den Australian Open und den US Open zu den vier Grand-Slam-Turnieren. Im Unterschied zu den anderen Turnieren werden die vom französischen Tennisverband (FFT) organisierten French Open auf Sandplätzen ausgetragen.

Seit dem ersten in Porte d’Auteuil (Paris) ausgetragenen Turnier im Jahr 1928 wuchs das Ansehen des Roland Garros-Turniers unaufhaltsam, da hier die internationale Tenniselite spielte und viele Meisterleistungen erbracht wurden. Dank der „Vier Musketiere“ (Brugnon, Borotra, Cochet und Lacoste), die den Beginn des französischen Profitennis einläuteten, wurde das Turnier schnell zu einem Weltereignis. 1968 waren die French Open das erste Grand-Slam-Turnier, das nicht nur professionellen Spielern, sondern allen offen stand. Björn Borg, Mats Wilander oder auch Gustavo Kuerten haben mit ihren Siegen Tennisgeschichte geschrieben. Die französische Tennisgeschichte wurde insbesondere durch den Sieg von Yannick Noah im Jahr 1983 geprägt.

Ein lukratives Geschäft

Organisiert wird das Turnier von knapp 10.000 täglich anwesenden Personen sowie insbesondere von traditionellen Sponsoren wie der Bank BNP Paribas, die seit 40 Jahren Partner des Turniers ist, oder der Bekleidungsfirma Lacoste, deren berühmtes Mode - Krokodil dieses Jahr sein 80-jähriges Jubiläum feiert.

„Für den Französischen Tennisverband ist das Roland Garros-Turnier ein lukratives Geschäft, das sich selbst und alle anderen französischen Wettbewerbe finanziert“, erklärt der geschäftsführende Direktor des Turniers Christophe Fagniez. „Wir reinvestieren jedes Jahr mehr als 20 Millionen Euro in den Verband.“ Insgesamt wird sich der Umsatz im Jahr 2013 auf 160 Millionen Euro belaufen, wobei dies in erster Linie den Fernsehrechten, der PR-Arbeit und Partnerschaften zu verdanken ist. Durch den Verkauf der Eintrittskarten werden ca. 29 Millionen Euro eingenommen.

Der besondere Reiz von Roland Garros

Für Sportler ist Roland Garros die Gelegenheit, ihre Namen in die Tennisgeschichte eingehen zu lassen, und gleichzeitig wird ihnen auch eine einzigartige Atmosphäre geboten. „Das Roland Garros-Turnier zu gewinnen bringt viel Prestige mit sich, aber bereits die Teilnahme an sich stellt eine großartige Möglichkeit dar, um auf den Spuren von Noah, Agassi und anderen Tennisgrößen zu wandeln. Außerdem wird das Ganze noch durch den Pariser Charme komplettiert“, erklärt Christophe Fagniez. Die Veranstalter des Pariser Turniers haben entschieden, ab diesem Jahr die Preisgelder zu erhöhen, sodass Spieler und Spielerinnen 15% mehr als noch 2012 erhalten. Die Gesamtsumme der Preisgelder wird an die der anderen Grand-Slam-Turniere angepasst und beläuft sich dann auf insgesamt 22 Millionen Euro.

Zwar sind derzeit 80% der Zuschauer Franzosen, aber die Zahl ausländischer Besucher und Medien steigt. 137 Rundfunkveranstalter und mehr als 1300 akkreditierte Journalisten aus der ganzen Welt machen Werbung für das Turnier - und damit auch für Frankreich. „Die French Open haben sicherlich einen doppelten Effekt, denn die Besucher wollen sich einerseits Tennis anschauen, nutzen aber andererseits auch die vorhandenen Infrastrukturen. Das historische Turnier findet direkt vor den Toren von Paris statt und verfügt damit über eine ideale Lage mit Blick auf den Eifelturm. Dies zieht sicher einige Besucher an“, erläutert der geschäftsführende Direktor.

Modernisierungsbedarf

Für die 83. Auflage wurde das Tennisstadion Roland Garros 2013 teilweise erneuert, um den Bedürfnissen der Spieler und des Publikums besser gerecht zu werden. Auch der Service für die 430.000 erwarteten Besucher und die 128 Spielerinnen und 128 Spieler des Hauptfeldes wird verbessert: Erneuerung der Grünflächen, Verbesserung der Ausschilderung sowie die Digitalisierung der Eintrittstickets, um einen besseren Ablauf zu gewährleisten.

Die grundlegenden Veränderungen aber kommen mit dem bis 2018 geplanten Ausbau des Tennisstadions. Vorgesehen ist eine Modernisierung der Anlagen, um mehr Zuschauer aufnehmen zu können, insbesondere durch eine Planung von Spielen am Abend. Außerdem soll der Court Philippe Chartrier ein Dach erhalten. «Wir müssen den Charme der French Open bewahren. Wir brauchen diese Modernisierung innerhalb der nächsten 5 bis 6 Jahre, da wir im Vergleich zu den anderen Grand-Slam-Turnieren nicht mit Größe punkten können“, meint Christophe Fagniez.

Barbara Leblanc

- Weitere Informationen (Frz.)

- Roland Garros 2014

Letzte Änderung 25/07/2014

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