SAS lebt nicht mehr: Thrillerautor Gérard de Villiers verstorben [fr]

JPEG «Spionage ist die einzige intelligente Form der Kriegsführung», so ein Bonmot des erfolgreichen französischen Journalisten und Autors Gérard de Villiers. Die Thematik ist ja „unter Freunden“ aktueller denn je.

Der begnadete Rechercheur begann seine Karriere in den 50er Jahren bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen, bevor er Mitte der 60er Jahre den ersten seiner nahezu 200 SAS-Agenten-Thriller veröffentlichte, die meist in den Krisengebieten dieser Welt spielen. Nach dem großen Erfolg in Frankreich, wurden seine Thriller-Romane in viele Sprachen übersetzt. Im Deutschen erschienen sie, in Anlehnung an die Hauptfigur der Romane, den fiktiven CIA-Agenten Malko Linge, unter dem Serientitel Malko. Insgesamt soll die weltweite Auflage seiner Werke bei 150 Millionen liegen.

De Villiers’ erster 1965 erschienener Roman trug den Titel SAS in Istanbul. Dann ging es weiter mit Thrillern wie Bomben auf Belgrad, Mission Sarajevo, die Rebellin von Bagdad, Brennpunkt Beirut, Todeszauber in Haiti, Jagd auf Carlos oder Staatsstreich in Libyen, wobei sich die Titel wie ein nicht enden wollender Auszug aus der Zeitgeschichte und den Brandherden dieser Welt liest. Einer seiner letzten Romane spielte in Mali.

Die Hauptfigur Malko Linge ist nicht nur in Sachen Spionage und Kriminalität unterwegs, sondern lässt sich natürlich gern auch einmal in amoureuse Abenteuer verwickeln - James Bond lässt grüßen.

Weltweit auf Achse, spann de Villliers als guter Networker ein umfassendes Netz von Informanten, Geheimdienstfreunde inklusive. Insofern stammt vieles aus seiner Feder aus erster Hand.

Nun verstarb der «SAS»-Autor im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit am 31. Oktober in Paris.

- www.editionsas.com

Letzte Änderung 05/11/2013

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