Salvador Dalí – Retrospektive im Centre Pompidou [fr]

JPEG Salvador Dalí gehört zu den prägendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seinem ebenso umfangreichen wie umstrittenen Werk widmet das Pariser Centre Pompidou zum zweiten Mal (nach der viel beachteten Ausstellung von 1979) eine Retrospektive. Die Ausstellung (21. November 2012 bis 25. März 2013) zeigt eine Reihe seiner Meisterwerke – „Die Beständigkeit der Erinnerung“, schmelzende Uhren, von 1931, „L’enigme sans fin“ von 1938 – sowie weitere Zeichnungen, Objekte, Entwürfe für Film und Theater. Die Kuratoren lassen somit die Vielfältigkeit seines Gesamtwerks zu Tage treten und haben den Rundgang darüber hinaus ganz nach surrealistischem Vorbild inszeniert: Der Besucher betritt das Dalí-Universum durch ein Ei.

Der Surrealist Salvador Dalí war eine der bedeutendsten Figuren der modernen Kunst, er schuf eine einzigartige Vorstellungswelt und war ein Vorreiter der Performance-Kunst, ein Vorbild für Künstler wie Andy Warhol, Freund von Marcel Duchamp und Bewunderer von Diego Velasquez, dem großen Maler des Siglo de Oro, dessen Werk ihn durch seine gesamte künstlerische Laufbahn begleitete. Dalí gab sich als extravagante und paradoxe Künstler-Persönlichkeit. Mit seinen auffälligen Schnurrbärten trat er gern vor die Kameras und trug damit nicht nur zur Konstruktion seines Selbstbilds bei, sondern auch zu einem künstlerischen Prozess: Über einen Dualismus und ein Wechselspiel zwischen Mensch und Witzfigur tritt der Künstler in eine „dritte Realität“ ein, die, wie er sagte, eine Sicht auf die Welt biete.

Rund um die Ausstellung finden Konferenzen, Seminare, Filmvorführungen statt – ganz im Sinne der vielgestaltigen Kunst Dalís.

- Mehr Infos unter: www.centrepompidou.fr

Letzte Änderung 05/12/2012

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