Staatspräsident Hollande in Berlin: Griechenland muss in der Eurozone bleiben [fr]

Video - Aufs Bild Klicken - cliquez sur l'image pour voir la vidéo - JPEG Bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 23. August 2012 in Berlin sprach sich Staatspräsident François Hollande in einem Statement dafür aus, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Hierzu bedürfe es aber auch der notwendigen Anstrengungen Griechenlands.

Zudem gelte es, gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank bei der Bankenaufsicht voranzukommen. Deutschland und Frankreich hätten weiterhin die Absicht, die Roadmap des Europäischen Rates im finanziellen, wirtschaftlichen, aber auch im politischen Bereich mit Substanz zu füllen.

Zum Thema Syrien, ein weiteres Thema der Konsultationen, sprach er sich dafür aus, gemeinsam an einer politischen Übergangsphase ohne Baschar al-Assad zu arbeiten.

Statement von Staatspräsident Hollande, korrigierte Ausschrift der Konsekutivübersetzung

„Ich freue mich, dass ich heute Abend die Frau Bundeskanzlerin wieder hier in Berlin treffen kann. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir uns überhaupt getrennt haben, denn wir haben uns Anfang Juli gesehen und sehen uns jetzt, Ende August, hier wieder.



Was wir heute Abend natürlich besprechen werden, ist die Lage in Syrien, wie sie innerhalb der internationalen Gemeinschaft gesehen wird. Seit Wochen ist es so, dass wir versuchen, uns auf einen Konsens und eine Politik zu einigen, was Syrien anbelangt. Wir haben auch das Gefühl, dass man in der internationalen Gemeinschaft der Ansicht ist, dass Baschar al-Assad nicht an der Regierung bleiben kann; denn er ist eine Gefahr für sein Volk und bringt es in immer größere Gefahr.

Deshalb wollen wir gemeinsam an einer politischen Übergangsphase arbeiten. Wir wollen die Opposition zusammenbringen und werden auf Initiative Frankreichs Ende August den Sicherheitsrat einberufen, um bei der humanitären Hilfe so weit wie möglich zu gehen. Was uns nicht daran hindern wird, die Opposition auch direkt zu unterstützen.
Wir wollen natürlich auch weiterhin an dem arbeiten, was Ende Juni beim Europäischen Rat beschlossen worden ist, nämlich in Bezug auf Wachstum, Stabilität und Bankenaufsicht. All das, was damals beschlossen worden ist, gilt es jetzt umzusetzen.

Seit Monaten, und das ist kein Geheimnis, beschäftigen wir uns mit Griechenland. Die Frau Bundeskanzlerin wird morgen Herrn Samaras treffen. Ich werde am Samstag mit ihm zusammentreffen. Ich möchte, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Das ist mein Wille. Das ist unser Wille und war auch unsere Aussage, seitdem diese Krise begonnen hat. Natürlich muss Griechenland, damit wir dies erreichen, die notwendigen Anstrengungen unternehmen.

Wir müssen alles umsetzen, damit auch, was die Banken anbelangt, Fortschritte erzielt werden insbesondere auch in Bezug auf Spanien , und alles tun, um gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank bei der Bankenaufsicht voranzukommen. Wir haben auf dem Europäischen Rat eine Roadmap erstellt, und die gilt es jetzt zu vertiefen und umzusetzen. Deutschland und Frankreich haben die Absicht, diese Roadmap mit Substanz zu erfüllen - im finanziellen, im wirtschaftlichen, aber auch im politischen Bereich.

Was die politische Umsetzung, die Zusammenarbeit und die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich anbelangt, so haben wir in Reims, glaube ich, ein großes Zeichen für diese deutsch-französische Freundschaft gesetzt. Wir werden dieses Zeichen Ende September dieses Jahres wieder setzen, wenn wir dem Elysée-Vertrag, der vor 50 Jahren unterzeichnet worden ist, einen neuen Geist einhauchen wollen. Wir wollen das auf den Weg bringen und verlängern, was vor 50 Jahren begonnen wurde, nämlich dass unsere beiden Länder wirklich gemeinsam vorangehen. Wir gehören zusammen, wie dies seit 50 Jahren der Fall ist. Ich bekenne mich hier zur deutsch-französischen Freundschaft, und es ist im Interesse Europas und der europäischen Integration, wenn wir diese Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich auch in Zukunft verteidigen und fortführen.“

- Statements von Bundeskanzlerin Merkel (vorläufige Mitschrift)

Letzte Änderung 24/08/2012

Seitenanfang