Staatspräsident Hollande und Bundeskanzlerin Merkel: Sanktionen bei Scheitern von Präsidentschaftswahlen in der Ukraine [fr]

GIF In einer gemeinsamen Erklärung zur Ukraine zeigten sich Staatspräsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10.Mai in Stralsund für weitere Sanktionen gegen Russland im Falle eines Scheiterns der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine bereit.

- Gemeinsame Erklärung zur Ukraine

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz unterstrich Staatspräsident Hollande, dass „wir jetzt auf Stufe zwei der Sanktionen angelangt“ seien, aber „möchten, dass es eher keine Stufe drei gibt“. In diesem Zusammenhang nahm er auch zu dem Rüstungsvertrag mit Russland Stellung: „Was die Lieferung von Schiffen von Frankreich nach Russland angeht, wurde dieser Vertrag 2011 unterschrieben und wird jetzt umgesetzt. Er wird im Oktober dieses Jahres zum Ende kommen. Derzeit steht er nicht infrage.“

Weitere Themen der Pressekonferenz waren die Zukunft des Energie- und Transportkonzerns Alstom, die Wahlen zu Europaparlament am 25. Mai, die europäische Energieversorgung und der 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs.

- Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Hollande am 10. Mai 2014

Staatspräsident Hollande war am 9. und 10. Mai der persönlichen Einladung von Bundeskanzlerin Merkel in ihren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern gefolgt. Nach der Begrüßung am 9. Mai in Saßnitz auf Rügen ging es dann per Ausflugsschiff zum Kreidefelsen und anschließend nach Binz, wo der Tag nach einem Gang über die Seebrücke mit einem gemeinsamen Abendessen beschlossen wurde.

- Pressestatements von Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Hollande am 9. Mai 2014 in Saßnitz

Am 10. Mai stand dann ein Rundgang durch die Altstadt von Stralsund, die Besichtigung der Kirche St. Nicolai sowie die Unterzeichnung des goldenen Buches der Stadt Stralsund im Rathaus auf dem Programm. Der Besuch an der Ostseeküste bot Gelegenheit, außerhalb des üblichen Protokolls der Treffen in Paris, Berlin und Brüssel vertrauensvolle Gespräche zu führen.

Fotos ©Hansestadt Stralsund und ©Présidence de la République

Letzte Änderung 23/06/2014

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