Staatspräsident Hollande zum Jahrestag der Römischen Verträge: Gemeinsam sind wir stärker [fr]

Im Anschluss an die Feier zum 60.Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 24. März 2017 in Rom hat Staatspräsident François Hollande vor der Presse auf die Erfolge der Europäischen Union hingewiesen und unterstrichen, „dass wir zusammen stärker sind, um uns gegen den Terrorismus zu stellen, um die Konflikte vor unserer Haustür einzudämmen und um der Welt eine Botschaft der Offenheit im Rahmen eines geregelten Austausches zu geben.“ Dieses gelte auch beim Schutz der Umwelt, für die Entwicklung der Zukunftsindustrien, das Wiederauferstehen von Imperien sowie zur Abwehr von Pressionen von außen.

Frankreich unterstütze die Botschaft der Erklärung zum Jahrestag der Verträge für die nächsten Jahre vollständig, so François Hollande. Sie werde von allen Ländern getragen, auch wenn sie nicht immer mit allem einverstanden seien, und dabei die Idee billigten, dass „die Staaten, die schneller gehen wollten, dies könnten, (und) dass Europa mit verschiedenen Geschwindigkeiten geeint bleiben könne.“

Europa sei in den letzten 5 Jahren vorangekommen und hätte Probleme geregelt. So sei Griechenland in der Eurozone geblieben, die Wirtschaft sei mit einem Investitionsplan wieder vorangebracht und die Bankenunion verwirklicht worden.

Europa müsse schneller voranschreiten, da „die Probleme da seien und man sich nicht einfach durch Stacheldrähte, Mauern und Grenzen mit Überwachungstürmen vor all dem schützen könne, was vom Rest der Welt komme.“ Wenn man wolle, dass die Welt sich verändere, gehe dies nur mit einem stärkeren Europa und einem Frankreich, dass daran vollständig teilhabe, so der Staatspräsident.

EU-Austritt Großbritanniens

Auch wenn Großbritannien mit seinem EU-Austritt einen anderen Weg eingeschlagen habe, müsse es vor dem Hintergrund der Abkommen ganz besonders im Verteidigungsbereich und dem dauerhaften Aufenthalt vieler Franzosen in Großbritannien weiterhin gute Beziehungen geben. Es müsse alles dafür getan werden, dass der Austritt nicht zum Schaden Europas werde und dass das Vereinigte Königreich ein Partner Europas bleibe, selbst wenn es „natürlich für die Folgen seiner eigenen Entscheidung einstehen müsse.“

Letzte Änderung 07/06/2017

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