TGV Est – Deutschland und Frankreich rücken näher zusammen

Am 15. März 2007 war es soweit. Verkehrsminister Dominique Perben weihte zusammen mit EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot und Vertretern der Regionen den ersten Teilabschnitt des neuen TGV-Est zwischen Paris und Baudrecourt/Metz ein. Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2007 werden die Züge auf diesem 300 km langen Streckenabschnitt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 320 km verkehren und so die Fahrzeit zwischen Paris und Straßburg von bisher 4 Stunden auf 2 Std. 20 Minuten verkürzen. Und dies mit zum Teil sehr attraktiven Preisen ab 25 € in der Prem’s-Kategorie.

Auch rückt die französische Hauptstadt enger mit Deutschland und Luxemburg zusammen. Die Fahrzeiten betragen dann nach Frankfurt und Stuttgart jeweils 3 Std. 45 Min und nach Luxemburg nur noch 2 Std. 15 Min. Die internationalen Strecken von und nach Deutschland werden zudem mehrmals täglich auch vom deutschen ICE bedient.

Das Projekt war eine erste Bewährungsprobe der staatlichen Schienengesellschaft Réseau ferré de France, die nach der Trennung von Netz und Weg 1997 entstand und die erstmals mit der Durchführung eines solchen Infrastrukturprojektes beauftragt war.

2. Streckenabschnitt nach Straßburg/Kehl in Bau

Mit dem in Bau befindlichen 2. Streckenabschnitt von Baudrecourt nach Straßburg (106 km) wird sich die Fahrzeit zwischen der Hauptstadt und der elsässischen Metropole bis 2010 noch einmal um 30 Minuten auf dann 1 Std. 50 Minuten verkürzen. Der TGV-Est ist auch ein wichtiges Bindeglied der zukünftigen europäischen Bahnmagistrale von Paris über Staßburg, Stuttgart, München, Wien nach Bratislava.

Deutschland und Frankreich hatten beim Deutsch-Französischen Ministerrat am 14. März 2006 zudem den Weiterbau der Strecke über den Rhein bei Kehl beschlossen. Bis 2010 soll eine neue Rheinbrücke entstehen, die Geschwindigkeiten bis zu 160 km zulässt und das deutsche und französische Hochgeschwindigkeitsnetz verbindet. Die Realisierung des Projekts mit Kosten in Höhe von 22,6 Millionen Euro wird von beiden Partnern getragen.

- Weitere Informationen zum Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs zwischen Deutschland
und Frankreich: Projektgesellschaft Rhealys

Letzte Änderung 13/06/2012

Seitenanfang