Treffen der G7-Gesundheitsminister – Zugang zu Gesundheitsdiensten für alle [fr]

Am 16. und 17. Mai 2019 trafen sich die G7-Gesundheitsminister in Paris, um innerhalb ihres Ressorts den G7-Gipfel vom 24. bis 26. August 2019 vorzubereiten. Dabei haben sich die G7-Mitglieder verpflichtet, den Zugang zu Gesundheitsdiensten für alle voranzubringen und die medizinische Grundversorgung zu stärken.

Drei Themen standen auf der Agenda der Minister:

1. Verstärkter Kampf gegen Ungerechtigkeiten beim Zugang zu Gesundheitsdiensten

Die G7-Mitgliedstaaten haben sich dazu verpflichtet, die medizinische Grundversorgung zu fördern. Sie folgt den Bedürfnissen der Menschen was Vorsorge, Früherkennung und Pflege in allen Lebensphasen anbelangt.
Die G7 haben sich ferner darauf geeinigt, die Bekämpfung von Ungerechtigkeiten zwischen Frau und Mann zu priorisieren, insbesondere was den weltweiten Zugang zu Gesundheitsdiensten und die Repräsentation von Frauen innerhalb der Entscheidungsinstanzen des Gesundheitssektors betrifft.

2. Besser gegen Pandemien vorgehen. Aids, Tuberkulose und Malaria bis 2030 ein Ende setzen.

Die Länder der G7 haben sich dazu verpflichtet, sich für den Erfolg der 6. Wiederaufstockungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) einzusetzen. Frankreich ist zum ersten Mal Gastgeber dieser Konferenz, die am 9. und 10. Oktober 2019 in Lyon stattfindet. Ziel ist es, mindestens 14 Mrd. Dollar für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria aufzubringen, um diese Krankheiten bis 2030 zu auszumerzen.

3. Ein effektiveres Gesundheitssystem durch Wissensteilung

Auf Betreiben der G7-Mitglieder setzen sich fünf internationale Organisationen zum ersten Mal dafür ein, bei der Umsetzung einer Plattform zur Wissensteilung zusammenzuarbeiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OECD), der GFATM, die Impfallianz GAVI und die Weltbank haben eine Verpflichtungserklärung unterzeichnet, die ihre Absicht zur Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Grundversorgung zum Ausdruck bringt. Bis Ende des Jahres werden sie einen Bericht über die Modalitäten einer gemeinsamen Plattform der G7-Länder vorlegen.

Folgende Eigenschaften soll die Plattform aufweisen:

  • Teilen von Wissen und Expertise über die medizinische Grundversorgung zwischen den G7-Ländern
  • Stärkung des Dialogs über die medizinische Grundversorgung zwischen den G7-Ländern und den Ländern mit mittleren und schwachen Einkommen, insbesondere den G5-Sahel-Ländern
  • Förderung von Innovation für eine bessere medizinische Grundversorgung mit Unterstützung der Zivilgesellschaft (Wissenschaftler, Fachleute, Patienten, NGOs, Privatsektor usw.)

Gesundheitsministerin Agnès Buzyn fasste zusammen:

„Diese Erklärung legt den Grundstein für eine stärkere Zusammenarbeit zum Zwecke eines Gesundheitsdiensts, der allen zugänglich ist. Mit der Unterstützung aller Akteure werden wir unsere Bemühungen in den kommenden Monaten fortsetzen, damit Gesundheit auch weiterhin ein vorrangiges und grundlegendes Thema auf der internationalen Agenda bleibt.“

Die aus der Erklärung hervorgehenden Verpflichtungen werden zwischen dem 24. und 26. August 2019 beim G7-Gipfel vorgestellt. Darüber hinaus werden sie auch bei anderen internationalen Treffen in diesem Jahr eine Rolle spielen:

  • Weltgesundheitsforum am 20. Mai in Genf
  • Vollversammlung der Vereinten Nationen am 18. September in New York
  • Wiederaufstockungskonferenz des GFATM am 10. Oktober in Lyon
  • Treffen der G20-Gesundheitsminister am 19. und 20. Oktober in Okayama

Download der Abschlusserklärung (englisch) :

PDF - 469.4 kB
G7-Gesundheitsminister - Abschlusserklärung (eng)
(PDF - 469.4 kB)

Weitere Informationen zum französischen G7-Vorsitz.

Letzte Änderung 11/06/2019

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