UN-Resolution zum Schutz von Kulturerbe in Konfliktgebieten [fr]

Auf Initiative Frankreichs und Italiens hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York am 24. März 2017 einstimmig eine Resolution zum Schutz von Kulturgütern bei bewaffneten Konflikten verabschiedet. In die Arbeiten zur Vorlage der Resolution waren auch andere Länder, insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, eingebunden.

Die im Beisein von UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokova verabschiedete Resolution ist die erste ihrer Art und umfasst alle Arten von Bedrohungen, von der Zerstörung über den Raub und Plünderungen von Kulturgütern bis hin zum Handel mit ihnen.

Die Resolution 2347 beinhaltet genaue operative Vorschläge, die das internationale Arsenal zum Schutz des Kulturerbes ausweiten. Die internationale Gemeinschaft bekennt sich damit im Sinne der Bewahrung des Gedächtnisses der Menschheit und des gemeinsamen Welterbes zu dessen Schutz.

Sie nimmt dabei zwei Gedanken der internationalen Konferenz im Dezember 2016 in Abu Dhabi und der Geberkonferenz im Louvre (20. März 2017) wieder auf: Die Schaffung eines Fonds sowie eines Netzwerkes von Schutzorten für bedrohte Kulturgüter außerhalb der Konfliktzonen.

Der in Genf ansässige Fonds konnte auf der Pariser Geberkonferenz schon 75 Mio. der angestrebten 100 Mio. Dollar an Verpflichtungserklärungen einholen.

Die Kulturminister der G7 werden sich bei ihrer Tagung am 30. und 31. März 2017 in Florenz ebenfalls des Themas annehmen.

Letzte Änderung 08/06/2017

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