Überdimensionaler Gedenkring zu Ehren der Gefallenen im 1. Weltkrieg [fr]

JPEG Anlässlich der 100 Jahre 1. Weltkrieg werden im Zeitraum 2014-2018 in der ganzen Welt zahlreiche Veranstaltungen und Projekte durchgeführt. In Ablain-Saint-Nazaire, unweit des französischen Nationalfriedhofs Notre-Dame de Lorette, wird kommendes Frühjahr ein besonders originelles und symbolträchtiges Denkmal errichtet: Ein großer Gedenkring, in den die Namen der 600 000 Soldaten aller Nationalitäten, die im 1. Weltkrieg in der Region Nord-Pas-de-Calais gefallen sind, eingraviert sind. Die Namen stehen in alphabetischer Reihenfolge und berücksichtigen weder Dienstgrad noch Gefechtsort.

Der Architekt Philippe Prost, der den enormen Ring mit einer Oberfläche von etwa 1350 m2 entworfen hat, sagt, er habe bei seiner Arbeit stets die brüderliche Dimension des Denkmals vor Augen gehabt. Das Projekt symbolisiert vor allem die deutsch-französische Aussöhnung.

Das Gedenken an den 1. Weltkrieg gab in der jüngeren Geschichte zweifach Anlass zu gemeinsamen Gedenkveranstaltungen auf höchster politischer Ebene, deren symbolträchtige Gesten uns allen im Gedächtnis geblieben sind. So standen am 22. September 1984 Staatspräsident François Mitterand und Bundeskanzler Helmut Kohl Hand in Hand vor dem Gebeinhaus in Douaumont (l’ossuaire de Douaumont), das an die Gefallenen in der Schlacht von Verdun erinnert.

In einem ähnlich symbolischen Akt versammelten sich Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 11. November 2009 unter dem Pariser Triumphbogen, um gemeinsam die Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 zu leiten. Unter der deutschen und der französischen Flagge entzündeten sie gemeinsam die Flamme am Grabmal des unbekannten Soldaten.

Hier geht’s zur offiziellen Seite der Gedenkveranstaltungen „100 Jahren 1. Weltkrieg“:

- centenaire.org

Letzte Änderung 13/05/2013

Seitenanfang