Unfallstatistik 2013: Zahl der Verkehrstoten in Frankreich drastisch gesunken [fr]

GIFInnenminister Manuel Valls hat am 20. Januar 2014 bei der Präsentation der Verkehrsstatistik des Jahres 2013 eine positive Bilanz gezogen.

Die Zahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 % zurückgegangen –rund 400 Menschenleben – und hat damit den tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1940er Jahren erreicht. 2013 kamen 3250 Menschen auf französischen Straßen zu Tode, gegen 3600 im Jahr 2012. Dieser deutliche Rückgang ist nicht nur erfreulich, sondern auch das Ergebnis wirkungsvoller politischer Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Der Innenminister nannte verschiedene Faktoren als Ursache für die Verbesserung, unter anderem „ein gesteigertes Bewusstsein bei den Verkehrsteilnehmern, die massive Polizeipräsenz, die Krise, die die Menschen dazu veranlasst, langsamer zu fahren, und die milden Temperaturen.“

Diese Faktoren sind jedoch nicht allein für die positive Bilanz verantwortlich. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1948 ist der Zusammenhang zwischen politischen Maßnahmen und dem Rückgang der Todesopfer im Straßenverkehr deutlich zu erkennen.

So folgte auf die Einführung von neuen mobilen Radarkontrollen im Jahr 2013 ein beachtlicher Rückgang der Verkehrstoten um 27 %. Die Blitzer messen Geschwindigkeitsüberschreitungen und das Überfahren von roten Ampeln.

Die Wirksamkeit von Radarkontrollen hatte sich bereits ab 2002 bemerkbar gemacht, nachdem Staatspräsident Jacques Chirac in großem Umfang Radarkontrollen einrichten ließ. Auch andere politische Maßnahmen wie der 1992 eingeführte „Punkte-Führerschein“ oder die Einführung der Anschnallpflicht im Jahre 1990 fanden ihren Niederschlag in positiven Statistikwerten.

Nachdem die Anzahl der Verkehrstoten nun auf den tiefsten Stand seit den 1940er Jahren gesunken ist, hat sich die französische Regierung zum Ziel gemacht, bis 2020 auf unter 2000 zu kommen.

Letzte Änderung 24/01/2014

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