Unternehmen sollen in Zukunft Sonderabgabe auf hohe Vergütungen zahlen [fr]

JPEG Nach der Entscheidung des französischen Verfassungsrat vom 29.12.2012 darf die Sonderabgabe von 75% auf den Teil des Einkommens, der eine Million Euro übersteigt, nicht wie ursprünglich geplant erhoben werden.

Stattdessen hat die Regierung nun am 2.4.2013 eine Gesetzesvorlage für den Sommer angekündigt, die die Unternehmen für die hohen Gehälter in die Pflicht nimmt.

In den kommenden 2 Jahren sollen Unternehmen auf Gehälter über eine Million Euro eine Abgabe zahlen, die - alle Steuern zusammengenommen - 75 % erreichen wird. Diese Abgabe ist eine Solidaritätsmaßnahme zu einem Zeitpunkt, der von Bürgern und insbesondere von den Arbeitnehmern besondere Opfer fordert.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Hauptversammlung der Aktionäre zu den hohen Vergütungen und ihrer Rechtfertigung konsultiert wird, was zu einem neuen Umgang mit hohen Gehältern führen wird.

Die Abgabe ist eine Art Sonderabgabe der Arbeitgeber, die zusätzlich zu den bestehenden Verpflichtungen fällig wird. Die Berechnungsgrundlage sowie die betroffenen Vergütungen werden zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Auch wenn diese Maßnahme nicht in erster Linie auf eine Einnahmeverbesserung abzielt, sind die erwarteten Einnahmen letztendlich höher als bei der vom Verfassungsrat verworfenen Variante. Dies ist unter dem Gesichtspunkt der schwierigen Haushaltslage zu begrüßen. Diese neue Maßnahme wird alle Unternehmen betreffen, die Gehälter über eine Million Euro zahlen, ungeachtet ihrer Größe oder ihres Tätigkeitsbereiches. In der Praxis jedoch werden vor allem Großkonzerne betroffen sein.

Letzte Änderung 05/04/2013

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