Volkstrauertag: Staatspräsident Emmanuel Macron in Berlin (18. November 2018) [fr]

Am Sonntag, den 18. November reiste Emmanuel Macron anlässlich des Volkstrauertags - bundesweiter Gedenkdank, an dem zu Versöhnung, Völkerverständigung und Frieden aufgerufen und gleichzeitig der Kriegstoten gedacht wird - nach Berlin. Er hielt im Deutschen Bundestag eine Rede: ein wichtiges Ereignis, da Reden von französischen Staatspräsidenten dort äußerst selten vorkommen. Zuletzt hatte Jacques Chirac im Juni 2000 vor der deutschen Volksvertretung gesprochen.

Im Zuge seiner Teilnahme an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag erinnerte Emmanuel Macron im Deutschen Bundestag an die starke Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland und bekräftigte seine Überzeugung, dass die beiden Länder gemeinsam ein neues Kapitel der europäischen Einigung beginnen können.

Der französische Staatspräsident wurde eingeladen, am 18. November 2018 in Berlin an den Feierlichkeiten zum Gedenken an die Opfer der bewaffneten Konflikte und der Tyrannei teilzunehmen und hielt im Deutschen Bundestag eine Rede. In seinem leidenschaftlichen Plädoyer für Europa äußerte er, dass Europa „seiner Rolle nicht gerecht werden [kann], wenn es selbst zum Spielball der Mächte wird (…) und sich auf der Weltbühne mit einer untergeordneten Rolle zufrieden gibt“.

Außerdem betonte Emmanuel Macron, dass „Europa und in dessen Mitte das deutsch-französische Paar“ die Pflicht habe, „die Welt nicht ins Chaos abdriften zu lassen und sie auf dem Weg des Friedens zu begleiten“.

Er warnte vor einem „Nationalismus ohne Gedächtnis“ und einem „Fanatismus ohne Werte“, in einer Welt, die am „Scheideweg“ stehe. In diesem Zusammenhang wies er ebenfalls darauf hin, dass es für Europa notwendig sei, eine gemeinsame Verteidigung aufzubauen und eine Migrationspolitik zu schaffen, die auf einem harmonisierten Asylsystem aufbaue.

Ferner unterstrich der französische Staatspräsident, dass wir „Tabus überwinden“ und „Gewohnheiten ablegen“ müssen, und rief jeden Mitgliedstaat der Europäischen Union auf, „im Zuge der Vergemeinschaftung seine Entscheidungsgewalt, seine Außen-, Migrations- oder Entwicklungspolitik, einen wachsenden Teil seines Haushalts und sogar Steuereinnahmen [zu] teilen“.

Lesen Sie die vollständige Rede in deutscher oder französischer Sprache.

Letzte Änderung 29/11/2018

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