Weltgesundheitsgipfel in Berlin unter deutsch-französischer Schirmherrschaft [fr]

JPEG Vom 21. bis 24. Oktober 2012 findet in Berlin wieder der Weltgesundheitsgipfel (World health summit) statt, der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des französischen Staatspräsidenten François Hollande und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel steht. Der erste Weltgesundheitsgipfel hatte als ein deutsch-französisches Projekt auf Betreiben der Berliner Charité und der Universität Paris Descartes im Oktober 2009 in der deutschen Hauptstadt stattgefunden.

Der Gesundheitsgipfel geht zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich globaler Gesundheit nach. Auf dem Programm des diesjährigen Gipfels stehen die verschiedensten Gesundheitsprobleme wie etwa Impfungen, der Einsatz der Genetik oder auch die Auswirkungen der Krise auf die Gesundheitsversorgung.

Kongresssprache ist Englisch.

- Charité – World Health Summit

Grußwort von Staatspräsident François Hollande zum World Health Summit vom 21. bis 24. Oktober in Berlin




Als Schirmherr des Weltgesundheitsforums möchte ich zunächst ein paar Worte zur Gesundheit sagen, die zu den privatesten und intimsten Themen gehört, aber auch eine öffentliche Angelegenheit ist. Sie gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Staates.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und mir wurde gemeinsam die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übertragen und es wurde immer wieder bekräftigt, dass in diesem Bereich nichts langfristig ohne eine internationale und insbesondere europäische Zusammenarbeit erreicht werden kann.

Die Herausforderungen sind beträchtlich. Sie sind dringend. Und wir müssen uns ihnen gemeinsam stellen.

Die erste Herausforderung ist die Universalität der Gesundheitsversorgung. Die Ungerechtigkeiten in der Behandlung von Kranken gehören zu den schlimmsten Verletzungen der Menschenwürde. Wir müssen alles dafür tun, um sie zu bekämpfen: Wir müssen dies zu einem gemeinsamen Schwerpunktthema machen.

Die zweite Herausforderung ist die Forschung, die sich nicht ohne finanzielle Mittel vorantreiben lässt und eine kohärente Organisation benötigt, die sich auf koordinierte öffentliche Entscheidungen stützt.

Die dritte Herausforderung ist die notwendige Anpassung unserer Denk- und Handlungsweisen an die Frage der nachhaltigen Entwicklung. Es geht um die Zukunft unseres Planeten, die Luft- und Wasserqualität: Dem muss alles andere untergeordnet werden. Jede Überlegung auf internationaler Ebene zu Gesundheitsfragen muss diese wesentliche Dimension berücksichtigen.

Ich danke den Forumsteilnehmern für ihre Arbeit, ihren Willen und für ihre Hingabe für das Gemeinwohl. Und ich wünsche ihnen allen konstruktive Überlegungen und einen erfolgreichen Austausch.

Letzte Änderung 28/09/2012

Seitenanfang