„Wir müssen den Menschen wieder Hoffnung geben“ [fr]

JPEGIn einem ersten Interview am 2. April in den Abendnachrichten im französischen Fernsehen erklärte Premierminister Manuel Valls, „es ging dem Staatspräsidenten darum, auf die Botschaft zu reagieren, die die Franzosen bei den Kommunalwahlen vermittelt hatten – eine Botschaft der Enttäuschung über unser Handeln, eine Botschaft der Wut und machmal auch der Angst angesichts der Zukunft“.

Auf die Zusammensetzung der neuen Regierung angesprochen, bewertete Manuel Valls es als „normal, dass erfahrene Männer und Frauen teils dieselbe Verantwortung, teils andere Verantwortung übernehmen“. Und weiter: „Wir haben in zwei Tagen eine Regierung zusammengestellt, die sicherlich die kleinste der Republik ist. Eine Regierung des Kampfes im Dienste der Franzosen.“

Angesichts der anstehenden Herausforderungen, denen sich das Land stellen müsse, räumte der Premierminister ein, dass „die Defizite unbedingt abgebaut werden müssen“ und dass dies „auf intelligente Weise geschehen muss, ohne die wichtigsten öffentlichen Dienstleistungen in Frage zu stellen“. Als ein Mittel zur Senkung der Arbeitslosigkeit sieht der Premierminister den von Staatspräsident Hollande angekündigten „Pakt der Verantwortung“: „Wir werden die Unternehmen um 20 plus 10 Milliarden Euro, und sicherlich noch mehr entlasten (…) aber auch die Arbeitnehmer“ fügte er mit Blick auf den vom Staatschef am Montag angekündigten Solidaritätspakt hinzu.

Dem Premierminister ist es besonders wichtig, wieder „ein Klima des Vertrauens“ herzustellen: „Unser Land ist gespalten, Pessimismus und Verdrossenheit machen sich breit. Man kann das verstehen, wir Franzosen blicken selbst sehr streng auf unser Land. (…) Es ist an der Zeit, den Menschen wieder Hoffnung zu geben, das ist meine Aufgabe.“

Letzte Änderung 03/04/2014

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