Frankreich und Zentralafrika [fr]

Frankreich schützt Staatsangehörige, aber nicht das Regime

28. Dezember 2012

JPEG Vor dem Hintergrund des Vormarsches von Rebellen auf die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui und des Angriffs von Demonstranten auf die französische Botschaft haben die in der Nähe von Bangui stationierten 220 französischen Soldaten am 26.12. den Auftrag erhalten, den Schutz der französischen Einrichtungen sowie der französischen und europäischen Staatsangehörigen im Land zu gewährleisten. Die Soldaten seien aber nicht dazu da, um das Regime zu stützen oder sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen, so Staatspräsident François Hollande am 27. Dezember in Paris.

Außenminister Laurent Fabius hatte zudem am 26. Dezember 2012 den zentralafrikanischen Präsidenten François Bozize dazu aufgefordert, die Sicherheit der ausländischen diplomatischen Vertretungen sowie der ausländischen Staatsangehörigen im Land zu gewährleisten.
Der Sprecher des Außenamtes erinnerte daran, dass Frankreich hinter der am 21. Dezember in N’djama (Tschad) formulierten Forderung der Staatschefs der zentralafrikanischen Staaten nach einer Krisenregelung durch Gespräche stehe. Diese sollen in Kürze unter der Ägide der zentralafrikanischen Wirtschaftsunion CEEAC in Libreville (Gabun) stattfinden.
Frankreich wird diesen Prozess in Zusammenarbeit mit der UNO, der Afrikanischen Union, der CEEAC und der Europäischen Union entschlossen unterstützen.

Französische Militärpräsenz in Bangui verstärkt

25. März 2013

Staatspräsident François Hollande verfolgt die Entwicklung der Lage in der Zentralafrikanischen Republik mit großer Aufmerksamkeit. Er hat die Flucht des Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik François Bozizé zur Kenntnis genommen und ruft alle Parteien zur Ruhe und zum Dialog mit der aus dem Abkommen von Libreville vom 11. Januar 2013 hervor gegangenen Regierung auf. Er appelliert außerdem an alle bewaffneten Gruppen, die Zivilbevölkerung zu respektieren.
Ferner hat François Hollande die Entwicklung der Lage in der Zentralafrikanischen Republik mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sowie mit seinem tschadischen Amtskollegen und derzeitigen Vorsitzenden der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECCAS), Idriss Déby, erörtert.
Zum Schutz der französischen Staatsbürger im Land hat er beschlossen, die französische Militärpräsenz in Banguizu verstärken, um gegebenenfalls deren Sicherheit zu gewährleisten.

Frankreich unter Bedingungen zu Unterstützung bereit

18. April 2013

Angesichts der anhaltenden Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik, insbesondere der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, zeigt Frankreich sich besorgt.
Außenminister Laurent Fabius unterstrich am 17.4.2013 in der Nationalversammlung die Bereitschaft Frankreichs, das Land auf dem Weg in die Stabilität zu unterstützen. Bedingung hierfür sei aber eine legitime und allseits anerkannte Regierung, wofür der aktuelle selbst deklarierte Präsident Djotodia jedoch nicht stehe.
Des Weiteren verwies Fabius auf die französische Präsenz im Rahmen der Boali-Mission zur Absicherung des Flughafens, der Botschaft und der Verteilzentren für die Versorgung der Bevölkerung.
Insgesamt sind 550 französische Soldaten in Zentralafrika im Einsatz, davon 250 in der Hauptstadt Bangui.
Frankreich unterstützt bei der Konfliktregelung auch die Initiative des Tschad, augenblicklicher Vorsitzender der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten (CEEAC), zu einer Beilegung der Feindlichkeiten und zu einer friedlichen Lösung.
Eine politische Lösung unter Einbindung der Afrikanischen Union müsse dabei auf Grundlage der am 11. Januar in Libreville (Gabun) getroffenen Vereinbarungen verfolgt werden, so der Pressesprecher des französischen Außenministeriums am 16.4.2013.

Letzte Änderung 18/07/2013

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